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360° - GEO Reportage

Die Reportagereihe zeigt die aufregende Arbeit und den spannenden Alltag außergewöhnlicher Menschen.

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360° - GEO Reportage

Die Reportagereihe zeigt die aufregende Arbeit und den spannenden Alltag außergewöhnlicher Menschen.

360° - GEO Reportage

20/12/03

Filmstars im Pelz

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Samstag, 31. Januar 2004 um 22.05 Uhr

360° - Die Geo-Reportage: Filmstars im Pelz

26 Min.
Reportage von Harald Pokieser
ARTE, Deutschland 2001

"360° - Die GEO-Reportage" schaut hinter die Kulissen des Naturfilms und zeigt die Stars auf vier Beinen bei der Arbeit.

Die Kamera läuft: Ein Bär greift eine Schafherde an, die Tiere fliehen in Panik. Doch der Räuber erwischt ein Jungtier und schleift es zum Waldrand. Eine seltene Szene für Naturfilm-Regisseure. Doch die Zeiten, als Kameramänner in ihrem Versteck monatelang auf solch wertvolle Sekunden warteten, gehören längst der Vergangenheit an. Der Bär ist ein Filmstar auf vier Beinen und an die Arbeit vor der Kamera gewöhnt, das Schaf war bereits tot.


Der 28jährige Zoltán Horkai leitet bei Budapest ein Asyl für Tiere. Hier finden 30 Bären, einige Pferde und ein Hirsch, aber auch verwaiste Wolfswelpen Unterschlupf. Gerade den Wölfen steht der Ungar besonders nah. Er ist das Alphatier des 16köpfigen Rudels, mit dem er seit vier Jahren zusammenlebt.

Ursprünglich wurde das Asyl für ausgediente Tiere aus ungarischen Tierfilmen der kommunistischen Ära gebaut. Doch nach der Auflösung des Ostblocks interessierte man sich nicht mehr für sie, und 1997 musste die WSPA, eine große internationale Tierschutz-Organisation, einspringen, um die verwahrlosten Gehege zu erneuern.

Einen Teil des Tierasyls finanziert Horkai mit den Auftritten seiner Schützlinge in Filmen. So waren seine Wölfe jüngst in der dreiteiligen Alpendokumentation "Im Reich des Steinadlers" zu sehen. Die Drehorte lagen auf Höhen zwischen 1500 und 3000 Metern - kein einfaches Unterfangen, vor allem im Winter, wenn es minus 25 Grad kalt ist und Schneestürme toben. Doch Horkai hat seine Wölfe so gut trainiert, dass ihre Auftritte vor der Kamera erfolgreich waren. Allerdings kennt sein Engagement auch Grenzen: "Mir ist es wichtig, dass die Wölfe und Bären in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen sind und sich nur so verhalten, wie sie es auch normalerweise tun würden".

Erstellt: 27-05-04
Letzte Änderung: 20-12-03