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Rainer Werner Fassbinder

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Rainer Werner Fassbinder

Freitag, 08. Juni 2012 - Schwerpunkt " Rainer Werner Fassbinder" - 19/06/12

Filmreihe zum 30. Todestag

"Ich hatte nur diese bestimmte Zeit ..."

Er war der produktivste und kreativste Filmemacher seiner Generation. Als Rainer Werner Fassbinder am 10. Juni 1982, zehn Tage nach seinem 36. Geburtstag, starb, war sofort klar, wie groß der Verlust war, von dem der deutsche Film durch diesen frühen Tod betroffen wurde.
Heute ist es Gewissheit: Auch 30 Jahre nach seinem Tod hat sich kein deutscher Regisseur gefunden, der ebenso beharrlich und intensiv vom Hier und Jetzt erzählt. Mit Fassbinder hat der deutsche Film seine vitalste Kraftquelle verloren.

Geboren am 31. Mai 1945, im selben Jahr wie Wim Wenders und der Generation Werner Herzogs, Volker Schlöndorffs und Alexander Kluges angehörend, galt Rainer Werner Fassbinder zunächst als das Wunderkind des Neuen Deutschen Films, später als "agent provocateur" im deutschen Kulturbetrieb. Das Multitalent zeichnete nicht nur als Drehbuchautor und Regisseur verantwortlich, sondern übernahm auch die Ausstattung, Kamera und Schnitt, und spielte in vielen seiner eigenen Filme mit.

Auch das 30. Filmfest München (29. 6. - 7. 7. 2012) widmet RWF einen Retrospektive. Mehr dazu unter www.filmfest-muenchen.de

Über 40 Kino- und Fernsehfilme sowie drei Kurzfilme hat der Autodidakt zwischen 1969 und 1982 gedreht. In jungen Jahren hatte er vergeblich versucht, an verschiedenen Schauspielschulen aufgenommen zu werden und gründete daraufhin sein eigenes Ensemble, mit dem er "Unbehagen an Einrichtungen des Bürgertums" schaffen wollte: das Antiteater. Viele Schauspieler aus dieser Zeit begleiteten Fassbinder seine ganze Karriere lang und gelangten selbst zu hoher Bekanntheit, wie etwa seine Muse Hanna Schygulla.

Beeinflusst unter anderem von der französischen Nouvelle Vague und US-amerikanischen Gangsterfilmen, aber vor allem von Douglas Sirks Hollywood-Melodramen, gelten viele Filme Fassbinders heute als Klassiker des deutschen Autorenfilms. Sie erzählen, in immer neuen Variationen, vom wahren Leben im Falschen, von der Sehnsucht nach einem Zufluchtsort der Gefühle fern von der Warenwelt sowie vom Wunsch, die Regeln des herrschenden Systems zu überwinden.

ARTE zeigt acht der bekanntesten Spielfilme Rainer Werner Fassbinders, zwei seiner Kurzfilme sowie zwei Dokumentarfilme über den außergewöhnlichen Filmemacher.

Das Programm im Überblick


Welt am Draht (1/2)

Donnerstag, 28.6. um 01.10 Uhr

Ein visionäres Meisterwerk über die erschreckenden Dimensionen einer künstlichen Welt


Welt am Draht (2/2)

Donnerstag, 28.6. um 02.55 Uhr

Eine faszinierende Mischung aus Krimi, Abenteuerfilm und düsterer Zukunftsvision


Händler der vier Jahreszeiten

Montag, 11.6. um 20.15 Uhr

Fassbinders grandios inszeniertes und gespieltes Melodram.


Die bitteren Tränen der Petra von Kant

Montag, 11.6. um 21.40 Uhr

"Fast alle Frauen hassen diesen Film - jedenfalls die, die die Arten von Problemen haben, von denen der Film handelt [...]"


Das kleine Chaos

Das kleine Chaos

Montag, 11.6. um 23.40 Uhr

Eine Reverenz an Godards "Vivre sa vie"


In einem Jahr mit 13 Monden

Dienstag, 26.6. um 02.10 Uhr

Ein intimer Einblick in Fassbinders (Seelen-)Leben


Die Ehe der Maria Braun

Montag, 18.6. um 20.15 Uhr

Fassbinders bewegendes Melodram eines Nachkriegsschicksals - ausgezeichnet mit einem Silberner Bär, Berlinale 1979.


Es war einmal ... Die Ehe der Maria Braun

Es war einmal... Die Ehe der Maria Braun

Donnerstag, 19.7. um 05.00 Uhr

Die Dokumentation von François Lévy-Kuentz schildert rückblickend die Entstehung und Rezeption des Films.


Angst essen Seele auf

Mittwoch, 20.6. um 21.45 Uhr

Der Film zeigt eine Realität, eine Möglichkeit und eindeutige Reaktionen des sozialen Umfelds: Ablehnung, Hass, Verachtung.


Angst isst Seele auf

Angst isst Seele auf

Mittwoch, 20.6. um 23.15 Uhr

Der Film greift das Thema des Films/Theaterstücks von Fassbinder auf und macht deutlich, dass Rassismus ein alltägliches Phänomen und Zivilcourage dagegen sehr (...)


RWF mit Kurt Raab (hinter ihm) bei den Dreharbeiten zu Uli Lommels Film "Adolf und Marlene" (1976)

Ich will nicht nur, daß ihr mich liebt - Dokumentation

Mittwoch, 20.6. um 23.30 Uhr

Das Porträt des Schauspielers und Filmemachers Rainer Werner Fassbinder.


Fontane – Effi Briest

Montag, 25.6. um 20.15 Uhr

Dies ist kein Frauenfilm, sondern ein Film über Fontane, über die Haltung eines Dichters zu seiner Gesellschaft.


Liebe ist kälter als der Tod

Montag, 25.6. um 22.30 Uhr

Eine zutiefst bewegende Geschichte über die Suche nach Identität, über Einsamkeit und Ausweglosigkeit tragischer Figuren.


Der Stadtstreicher

Der Stadtstreicher

Sonntag, 24.3. um 04.10 Uhr

Momentaufnahme eines Einsamen. Keine Veränderung, kein Vorankommen im Leben, nur der kurze Augenblick einer Angst und einer Todessehnsucht.


Faustrecht der Freiheit

Dienstag, 03.7. um 01.00 Uhr

Fassbinder ist in ‚Faustrecht der Freiheit’ gnadenlos, was die Ökonomie der Ökonomie angeht, und ebenso gnadenlos, was die Ökonomie der Liebe angeht.


Erstellt: 14-05-12
Letzte Änderung: 19-06-12