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European Award 2007

Wir haben den „Begründer des modernen Films“, der sich seit seinem letzten Film aus dem Jahr 2004 („Notre Musique“) zurück gezogen hatte, getroffen...

European Award 2007

Themenabend vom 2. 12.2007 - 10/10/13

Europas Sterne strahlen

TV-Programm


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20.40 Uhr: Außer Atem

86 Min.
(A bout de souffle)
Spielfilm, Frankreich 1959, Synchronfassung
Regie: Jean-Luc Godard; Buch: Jean-Luc Godard, François Truffaut; Kamera: Raoul Coutard; Schnitt: Cécile de Cougis; Musik: Martial Solal; Produzent: Georges De Beauregard; Produktion: SNC
Mit: Jean-Paul Belmondo - (Michel Poiccard), Jean Seberg - (Patricia Franchini), Van Doude - (Journalist), Liliane David - (Liliane), Claude Mansart - (Gebrauchtwagenhändler), Henri-Jacques Huet - (Antonio Berruti)

Michel (Jean-Paul Belmondo), Abenteurer und Autodieb aus Leidenschaft, ist mit einem gestohlenem Luxuswagen auf dem Weg nach Paris, als er eher zufällig in eine Polizeikontrolle gerät und bei der anschließenden Verfolgungsjagd einen Polizisten erschießt.
In Paris trifft er Patricia, eine amerikanische Studentin, die ihm hilft unterzutauchen. Nach einer gemeinsam verbrachten Nacht verrät sie ihn jedoch an die Polizei. Michel flieht und begibt sich nun auf eine Odyssee durch die Straßen von Paris, immer auf der Suche nach dem Geld, das man ihm schuldet und das die Flucht nach Italien ermöglichen soll.

Zusatzinfo

"Godards längst zum Klassiker gewordener Erstlingsfilm ist eine Huldigung an Humphrey Bogart und die B-Filme Hollywoods. (...). Der Film wimmelt von inszenatorischen Regelverstößen, die man damals der Unerfahrenheit des Anfängers zuschrieb und erst später als raffinierte Absicht erkannte, einerseits den Artefaktcharakter des Films hervorzuheben, andererseits das amerikanische Ideal der 'unsichtbaren Regie' zu torpedieren." (Lexikon des Internationalen Films)

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22.10 Uhr: Gala der Kinoträume

90 Min.
20. Europaïscher Filmpreis
Dokumentarfilm, Deutschland 2007, Erstausstrahlung
Regie: Volker Weicker

Veranstalter und Träger des Europäischen Filmpreises ist die Europäische Filmakademie unter der Präsidentschaft von Wim Wenders, deren 1.700 Mitglieder, Filmschaffende aus allen europäischen Ländern, in jedem Jahr über die Nominierten und Preisträger entscheiden. Die Liste der bisherigen Preisträger liest sich wie ein Who is Who des europäischen Kinos: Pedro Almodovar, Lars von Trier, Nikita Michalkow, Andrej Wajda, Claude Chabrol, Nanni Moretti, Istvan Szabo, Roman Polanski, Isabelle Huppert, Jeanne Moreau, Penelope Cruz, Daniel Brühl, Jean Reno, Ralph Fiennes, Jeremy Irons und Sean Connery - um nur einige zu nennen - führen das europäische Starensemble an, das dem europäischen Film sein unverwechselbares Gesicht verleiht.

Insgesamt werden am 1. Dezember 15 Preise vergeben. Zwei davon stehen jetzt schon fest und damit auch zwei sehr bewegende Momente der Gala: der französische Regisseur Jean-Luc Godard wird mit dem Preis für sein Lebenswerk geehrt und der deutsche Kameramann Michael Ballhaus erhält die Auszeichnung Europäischer Beitrag zum Weltkino 2007 - Prix Screen International.
Als aktiver Filmschaffender, versierter Kenner und Kritiker der Filmkunst hat Jean-Luc Godard seit über 50 Jahren einen großen Einfluss darauf genommen, wie europäisches Kino heute wahr genommen wird. Seit seinem ersten Spielfilm, "Außer Atem" (1960) mit Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg, einem Meilenstein für die Nouvelle Vague, hat er bis zum heutigen Tag nie aufgehört, mit Leidenschaft Publikum und Kritiker zu überraschen, herauszufordern, zu erstaunen und zu unterhalten. Unter seinen zahlreichen Filmen befinden sich Werke wie "Die Verachtung" (1963), "Alphaville" und "Elf Uhr Nachts" (beide 1965), "Passion" (1982), "Vorname Carmen" (1983) und "Notre Musique" (2004) - um nur einige wenige zu nennen.

Der deutsche Kameramann Michael Ballhaus ist weltweit einer der erfolgreichsten Kameramänner. Er hat mehr als 80 Spielfilme gedreht und in Deutschland und den USA mit den größten Regisseuren zusammengearbeitet, darunter Rainer Werner Fassbinder, Martin Scorsese, Mike Nichols, Francis Ford Coppola, Robert Redford und Wolfgang Petersen. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen "Die Ehe der Maria Braun" (1979), "Die Zeit nach Mitternacht" (1985), "Die Farbe des Geldes" (1986), "Broadcast News" (1987), "Die Waffen der Frauen" (1988), "Die fabelhaften Baker Boys" (1989), "Good Fellas" (1990), "Bram Stoker's Dracula" (1992), "Outbreak" (1995), "Gangs of New York" (2002) und "Departed - Unter Feinden" (2006).


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23.40 Uhr: Wilde Erdbeeren

92 Min.
(Smultron Stället)
Spielfilm, Schweden 1957, Synchronfassung
Regie: Ingmar Bergman; Kamera: Gunnar Fischer; Schnitt: Oscar Rosander; Ausstattung: Gittan Gustavsson; Musik: Erik Nordgren; Produzent: Aalan Ekelund
Mit: Julian Kindahl - (Agda), Ingrid Thulin - (Marianne Borg), Bibi Andersson - (Sara), Gunnar Björnstrand - (Evald Borg), Gunnel Lindblom - (Charlotta), Victor Sjöström - (Prof. Isak Borg), Max von Sydow - (Akerman)

"Ein Tag im Leben eines 78-jährigen Medizinprofessors, der auf dem Weg ins schwedische Lund, wo er eine Auszeichnung entgegennehmen soll, seine Vergangenheit wiederentdeckt. Die Stationen der Reise werden in Träumen, Visionen und Erinnerungsbildern zu Stationen einer Lebensbilanz; indem er Orten seiner Kindheit und Verwandten begegnet, erkennt er mit zunehmender Klarheit die Ursache seiner Kälte, Isolation, seelischen Verhärtung und Todesangst.
Ingmar Bergmans sensibel gestaltetes Meisterwerk um Leben, Gott und Tod fasziniert durch die virtuose Verschränkung von realistischen und surrealen Stilmitteln, von psychologischem Charakterporträt und philosophischem Diskurs. Hervorragend in der Hauptrolle: der schwedische Theater- und Stummfilmregisseur Victor Sjöström." (Lexikon des Internationalen Films)

Erstellt: 28-11-07
Letzte Änderung: 10-10-13