Dokumentation, Deutschland 2004, WDR, Erstausstrahlung, 52 Min.
Regie: Christoph Weber
Kamikaze-Piloten waren während des Zweiten Weltkrieges nicht nur ein japanisches Phänomen. Auch bei den Deutschen gab es, kurz vor Kriegsende, so genannte "Selbstopfer-Angriffe", befohlen vom Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Hermann Göring persönlich. Junge Flugschüler sollten sich mit ihren unbewaffneten Jagdfliegern in amerikanische Bomberverbände stürzen. Die Nazis erhofften sich von diesen Aktionen, dass die amerikanischen Bomberpiloten vom unbedingten Verteidigungswillen der Deutschen so geschockt wären, dass sie sich weigern würden nach Deutschland zu fliegen. Die Piloten wurden in der Nazipropaganda zu Helden gemacht. Doch man ging noch weiter. Als die Rote Armee an der Ostfront Brücken über die Oder schlug, schickte die Naziführung Jagdpiloten in den sicheren Tod. Als bemannte Bomben sollten sie sich mit ihren Flugzeugen in die Brücken stürzen. In diesem Film sprechen erstmalig sechs Piloten vor der Kamera über dieses unbekannte Kapitel deutscher Geschichte. Sie berichten, wie sie rekrutiert und motiviert wurden, und wie sie ihren Einsatz überleben konnten.
Wiederholung am 22. April 2005 um 16.50 Uhr
Bildunterschrift: Oskar Boesch, Pilot der Sturmstaffel






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