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04/09/2007 - Jazz - 28/08/08

Ella Fitzgerald

„Lullabies Of Birdland“ und „Sweet And Hot”


„The First Lady Of Song”, die Jazz-Ikone Ella Fitzgerald wäre dieses Jahr 90 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass werden zwei Alben wiederveröffentlicht, die für die Karriere der Jazz-Sängerin äußerst bedeutsam sind.

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Den Titel „First Lady Of Song“ erhielt Ella Fitzgerald aufgrund ihrer Begabung, jeden noch so schlichten Song, mit ihrem unverwechselbaren Timbre, ihrer kristallklaren Stimme und perfekter Phrasierung zu veredeln. Generationen von Jazz-Sängerinnen und –Sänger lassen sich seit Jahrzehnten von Ella Fitzgeralds epochalen Gesangsstil inspirieren. 1917 in Newport News, im Bundesstaat Virginia geboren, wächst Ella Fitzgerald bei ihrer Mutter auf. Als ihre Mutter stirbt, versucht sich die erst fünfzehnjährige Fitzgerald als Kleinkriminelle über Wasser zu halten. Von der Polizei aufgegriffen landet sie in einem Jugendheim, aus dem sie flüchtet und fortan auf der Straße lebt. Die Wende kommt 1934, als sie bei einer „Amateur Night“ im Harlemer Apollo Theater entdeckt wird. „Als ich da oben stand“ erinnert sie sich später, „da spürte ich die Akzeptanz und die Liebe des Publikums - da wusste ich, dass ich für den Rest meines Lebens für die Menschen singen wollte.“ Die ansonsten schüchterne und eher reservierte Ella Fitzgerald ist auf der Bühne wie ausgewechselt und verzaubert mit ihrem gewinnenden Charme Publikum wie Musiker.

Und so entwickelt sich die junge Fitzgerald schnell zu einer gefragten Sängerin von Swingorchestern. Jedoch erst mit dem Bebop, der Ende der 30er Jahre aufkommt, kommt ihr wahres Gesangstalent zur vollen Geltung. Louis Armstrong und Cab Calloway machten den Scat-Gesang populär, jedoch Ella Fitzgerald verhilft ihm zu seinem wahren Durchbruch. Ihre Version des Kinderliedes „A-Tisket, A-Tasket“ setzt für den lautmalerischen Gesang, der auch Bop-Scat genannt wird, neue Maßstäbe und wird zu ihrem Markenzeichen. Mit ihrem Tonumfang von drei Oktaven gelingt es Fitzgerald Instrumente zu imitieren und mit den Musikern in einen gesanglichen Improvisationswettstreit zu treten. So zu hören auf „How High The Moon“, von dem Album „Lullabies Of Birdland“, das blues- und beboporientierte Songs versammelt, die sie im Zeitraum von 1947 bis 1955 mit Jazzorchester eingespielt hat. Das Album „Sweet And Hot“ ist wie bereits im Titel angedeutet zweigeteilt. Die „Sweet“-Songs die sich auf der Original-LP auf der A-Seite befinden, sind feinfühlige Interpretationen klassischer Balladen. Die „Hot“-Songs sind dagegen flotte Tanznummern, bei denen Ella Fitzgeralds Virtuosität zur vollsten Geltung kommen, der Grande Dame des Jazz.

Matthias Schneider

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Ella Fitzgerald
„Lullabies Of Birdland“
„Sweet And Hot”
Verve / Decca / Universal

www.jazzecho.de

Erstellt: 03-09-07
Letzte Änderung: 28-08-08