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Schiller Schwerpunkt

Am 10. November 2009 jährte sich der Geburtstag von Friedrich Schiller zum 250. Mal. ARTE widmete dem deutschen Dichter einen ganzen Thementag

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Am 10. November 2009 jährte sich der Geburtstag von Friedrich Schiller zum 250. Mal. ARTE widmete dem deutschen Dichter einen ganzen Thementag

Schiller Schwerpunkt

Donnerstag, 05.11.09 um 14.45 Uhr - 02/11/09

Eines Freundes Freund zu sein

Das Leben des Friedrich Schiller


Das Leben Friedrich Schillers, des neben Johann Wolfgang von Goethe wohl bekanntesten deutschen Dichters, will diese szenische Dokumentation beschreiben. Erzählt werden seine abenteuerliche Flucht aus der Militärischen Akademie des Herzogs von Württemberg, seine rastlosen Reisen quer durch Deutschland bis zu seiner außerordentlichen Professur an der Universität von Jena und seine fruchtbare Bekanntschaft mit dem Dichterfürsten Goethe in Weimar.

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"Das Theater glich einem Irrenhause, rollende Augen, geballte Fäuste, heisere Aufschreie im Zuschauerraum. Fremde Menschen fielen einander schluchzend in die Arme, Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe, zur Türe. Es war eine allgemeine Auflösung wie im Chaos, aus dessen Nebeln eine neue Schöpfung hervorbricht", so berichtet ein Augenzeuge von der Uraufführung der "Räuber" 1782 in Mannheim. Der Verfasser des Stückes ist ein unbekannter Regimentsmedikus aus Stuttgart - Friedrich Schiller - gerade 22 Jahre alt.
Der württembergische Herzog Carl Eugen reagiert auf den plötzlichen Ruhm seines Schützlings mit Arrest und verbietet ihm das "Komödienschreiben". Sieben Jahre hatte der junge Schiller bereits in der "Militärischen Pflanzschule" auf Schloss Solitude bei Stuttgart unter drakonischer Strenge, militärischer Disziplin, Demütigung und Entwürdigung gelitten und zunächst Jura, später Medizin studiert. Um sich dem Zugriff des Herzogs zu entziehen, bleibt ihm nur noch die Flucht. Geldnot und unglückliche Leidenschaften treiben ihn rastlos durch halb Deutschland, bis er durch die Fürsprache Goethes eine außerordentliche Professur in Jena erlangt.
Sein Leben ist von Anfang an ein Kampf um bürgerliche Existenz, Würde und Anerkennung. 1790 heiratet er Charlotte von Lengefeld, die Ehe wird glücklich, vier Kinder werden geboren. Als Schiller neun Jahre später mit seiner Familie nach Weimar übersiedelt, wo sich das freundschaftliche Verhältnis zu dem zehn Jahre älteren Goethe festigt, folgen seine produktivsten Jahre.
Mit Goethe begründet er das, was als "Weimarer Klassik" eine Institution wird. Frankreich ernennt ihn 1792 zum Ehrenbürger, 1802 erhält Schiller den erblichen Adelstitel. "Wenn nur Leben und Gesundheit bis zum 50. Jahr aushält", schreibt er an Goethe. Doch am 9. Mai 1805, mit 45 Jahren, mitten in der Arbeit am "Demetrius", stirbt er. "Ich wollte nur Pfarrer werden - und bleibe hangen am Theater!" So hatte er das Scheitern seiner bürgerlichen Karriere beschrieben.

Diese szenische Dokumentation, in der Authentisches und Fiktives miteinander verwoben werden, will das Schicksal des großen deutschen Dramatikers Friedrich Schiller mit seinen Leidenschaften, Sehnsüchten und Abgründen im Jahr seines 250. Geburtstages lebendig werden lassen.

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Eines Freundes Freund zu sein
Das Leben des Friedrich Schiller
Dokumentation von Dirk Otto und Winifred König
ARTE/MDR, Deutschland 2005, 52 Min.

Erstellt: 23-10-09
Letzte Änderung: 02-11-09