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La Mostra 2011 auf arte.tv

Vom 31. August bis 10 September 2011 findet in Venedig das 68. Internationale Filmfestival statt. ARTE ist für Sie vor Ort und berichtet direkt aus Venedig.

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Filmfestival Venedig 2011 - 10/09/11

Eine Preisverleihung ohne große Überraschungen

Mit der Verleihung des Goldenen Löwen der 68. Filmfestspiele von Venedig an „Faust“ von Alexander Sokourov hat die Jury unter Darren Aronofsky ein starkes und stabiles Werk ausgezeichnet. Diese neuste Version des „Faust“ vereint alle Qualitäten, um der Ehrung gerecht zu werden: seine eindrucksvolle visuelle Form, seine Bearbeitung des Themas, die eine Übertragung auf unsere heutige Zeit ermöglicht und trotzdem universell bleibt und natürlich das große Talent von Alexander Sokourov, einem der großen Filmemacher unserer Zeit.

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„Terraferma“ von Emanuele Crialese erhält den Silbernen Löwen und den Großen Preis der Jury. Visuell ein eher schwacher Film, der sich aber einem politischen Thema widmet, das diesjährige Festival stark geprägt hat: das Schicksal der illegalen Einwanderer.

Mit dem Silbernen Löwen für die beste Regie wurde der etwas zu gefällige chinesische Krimi „People Mountain People Sea“ von Cal Shangjun ausgezeichnet.

Die weiteren Auszeichnungen bewegen sich zwischen Innovation und Bewährtem. Zu letzterem gehört die Verleihung des Preises für die Beste Darstellerin an die Chinesin Deanie Ip, die als alte Dame mit einem einfachen Leben dieses in „A Simple Life“ von Ann Hui sehr anschaulich verkörpert. Eher innovativ dagegen ist die Verleihung des Osella für das Beste Drehbuch an den Film „Alps“ des griechischen Regisseurs Yorgos Lanthimos und der Preis für den Besten Darsteller an Michael Fassbender in „Shame“ von Steve McQueen, der in Cannes mit „Hunger“ (auch mit Michael Fassbender) auf sich aufmerksam gemacht hatte und dessen zweiter Film die Geister in Venedig geschieden hat...

Ein paar gelungene Überraschungen hatte die Jury dann doch noch bereit. So hat sie „Himizu“ bedacht (ein Film, in dem Sono Sion die Realität der letzten Tsunami-Katastrophe in Japan mit dem imaginären Leben zweier junger Menschen verknüpft), indem sie Shôta Sometani und Fumi Nikaidô mit dem Marcello-Mastroianni-Preis für die besten Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet hat. Und die visuell äußerst ansprechende Adaptation von „Wuthering Heights“ von Andrea Arnold wurde mit dem Osella für die beste technische Leistung belohnt.

Nur einer wurde vergessen: „Life without principle“ von Johnnie To, der beste Film der diesjährigen Mostra, der gewagteste und innovativste zum Thema Weltwirtschaftskrise, das hier (was gar nicht so einfach ist) filmisch verarbeitet wurde ohne langweilig zu sein.

Lionel Jullien












Luigi De Laurentiis-Preisträger des Löwen der Zukunft

GUIDO LOMBARDI für "Là-bas"

Erstellt: 10-09-11
Letzte Änderung: 10-09-11