Mit dem Silbernen Löwen für die beste Regie wurde der etwas zu gefällige chinesische Krimi „People Mountain People Sea“ von Cal Shangjun ausgezeichnet.
Die weiteren Auszeichnungen bewegen sich zwischen Innovation und Bewährtem. Zu letzterem gehört die Verleihung des Preises für die Beste Darstellerin an die Chinesin Deanie Ip, die als alte Dame mit einem einfachen Leben dieses in „A Simple Life“ von Ann Hui sehr anschaulich verkörpert. Eher innovativ dagegen ist die Verleihung des Osella für das Beste Drehbuch an den Film „Alps“ des griechischen Regisseurs Yorgos Lanthimos und der Preis für den Besten Darsteller an Michael Fassbender in „Shame“ von Steve McQueen, der in Cannes mit „Hunger“ (auch mit Michael Fassbender) auf sich aufmerksam gemacht hatte und dessen zweiter Film die Geister in Venedig geschieden hat...
Ein paar gelungene Überraschungen hatte die Jury dann doch noch bereit. So hat sie „Himizu“ bedacht (ein Film, in dem Sono Sion die Realität der letzten Tsunami-Katastrophe in Japan mit dem imaginären Leben zweier junger Menschen verknüpft), indem sie Shôta Sometani und Fumi Nikaidô mit dem Marcello-Mastroianni-Preis für die besten Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet hat. Und die visuell äußerst ansprechende Adaptation von „Wuthering Heights“ von Andrea Arnold wurde mit dem Osella für die beste technische Leistung belohnt.
Nur einer wurde vergessen: „Life without principle“ von Johnnie To, der beste Film der diesjährigen Mostra, der gewagteste und innovativste zum Thema Weltwirtschaftskrise, das hier (was gar nicht so einfach ist) filmisch verarbeitet wurde ohne langweilig zu sein.







per E-Mail verschicken
















Facebook
Twitter
RSS

