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Dritte Welt im Ausverkauf

Erleben Sie erneut die Schlüsselmomente der Doku.

Dritte Welt im Ausverkauf

19/04/11

Dritte Welt im Ausverkauf - Zu diesem Programm

Dienstag, 19. April 2011 um 20.15 Uhr


Die Nahrungs- und Finanzkrise, welche die Welt 2008 heimsuchte, hat etwas hervorgerufen, das zahlreichen Leuten unbekannt ist: Einen unglaublichen Wettlauf um die Kontrolle von Agrarflächen rund um den Globus.


In nur zwei Jahren haben bereits fünfzig Millionen Hektar Land den Besitzer gewechselt. Und mehrere Dutzend Millionen werden gerade auf den internationalen Märkten gehandelt. Ein Geschäft, das mittlerweile sogar die UNO besorgt. FAO-Chef Jacques Diouf sprach in diesem Zusammenhang von der „Gefahr eines landwirtschaftlichen Neokolonialismus’“.

Die Käufer sind Investoren und Industrielle aus reichen Staaten oder Schwellenländern (Japan, China, Indien, zahlreiche Golfstaaten), die durch ihre Regierungen unterstützt werden. Aber auch Banken, die begriffen haben, dass in diesem Sektor viel Geld zu machen ist.

Das Resultat: Ein Wettlauf um die besten Nutzungsflächen in den ärmsten Ländern der Welt. Die gleichen Staaten – wie zum Beispiel Sudan, Senegal, die Philippinen oder Pakistan – in denen die Bevölkerung 2008 am meisten von der weltweiten Hungerkrise getroffen war. Im schlimmsten Fall müssen manche Länder wie Kambodscha oder Äthiopien sogar um internationale Lebensmittelhilfe betteln…

Dieser Film forscht auf drei Kontinenten nach, denn das Problem ist global. Drei Kontinente und drei emblematische Fälle, die jedes Mal die gleiche Geschichte erzählen: Jene von einem internationalen Monopoly, das schon jetzt dramatische Konsequenzen für Kleinbauern und Menschen in der Dritten Welt hat.

Erstellt: 22-03-11
Letzte Änderung: 20-04-11