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08.06.2006 - 23.05 : tracks - 31/10/08

Dream - Primal Scream

"Autounfälle, Überdosis, Messerstechereien, Prügel, die Drogensucht, das alles haben wir überlebt. Die Musik hat uns am Leben gehalten. Wir lieben es, Musik zu machen", so Gillespie.

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Er gehört zu den schrägsten Kreaturen im britischen Showbiz der letzten 20 Jahre. Kate Moss, Drugs and Rock’n Roll: Der Frontman von „Primal Scream“ hat sich den Hardcore Trip zehn Jahre vor Pete Doherty gegeben.
Bei der BBC steht er auf dem Index, die britische Presse hasst ihn, seitdem er Lady Di kurz nach ihrem Tod beleidigt hat. Während des letzten Festivals von Glastonbury wurde er von der Bühne gejagt – Gillespie ist ein „Beautiful Loser“ wie er im Buche steht. Um seine Message rüber zu bringen, ist ihm jedes Mittel recht.
Vorläufer des Punk-Rock wie die „Stooges“ oder „MC5“ infizierten Bobby Gillespie schon in frühester Kindheit. 1984 sitzt er bei „Jesus and the Marychain“ hinterm Schlagzeug. Später gründet er „Primal Scream“ um das Mikro selbst in die Hand zu nehmen. Ende der 80er Jahre stürmt er mit seiner Band die britische Rock-Szene. Die Fäden im Hintergrund zieht Allan Mcgee, der Produzent von „Creation Records“, der später auch Oasis und Pete Doherty aufspüren wird. Der Sohn einer Krankenschwester und eines Gewerkschaftlers wächst im militanten Arbeitermilieu von Glasgow auf. Während der Thatcher-Ära ist die Musik seine gefährlichste Waffe. Wie bei der Band MC5 aus Detroit sind politisch engagierte Texte auch bei „Primal Scream“ Pflicht.

Gäbe es keine Charterflüge auf die Balearen, wäre Bobby Gillespie vielleicht irgendwann in der Masse britischer Rock-Musiker untergegangen. Doch Ende der 80er Jahre fliegt er wie tausende andere englische House und Ecstasy-Jünger nach Ibiza. Und die Pilgerfahrt bringt die Erleuchtung. „Screamadelica“ ist 1992 die perfekte Fusion aus engagiertem Overground Rock und Elektro-Trance.
Doch trotz des Erfolges ist der Absturz vorprogrammiert. Jede seiner damaligen Platten entsteht in einem neuen Rausch, sei es unter Acid, Amphetaminen oder Ecstasy.
2003 nimmt Bobby zusammen mit Kate Moss die Coverversion des Nancy Sinatra Songs „Some Velvet Morning“ auf. Das hochexplosive Paar liefert massenweise Schlagzeilen in der Boulevard-Presse, bis das Top Model letztes Jahr beschließt ihren Bobby durch Pete Doherty zu ersetzen. Die Geschichte wiederholt sich..
Für Bobby Gillespie gibt es zwei Kategorien von Menschen: Die Einen besitzen Macht, die Anderen eine Seele. Auch mit ihrer neuesten CD „Riot City Blues“ von 2006 liefern „Primal Scream“ wieder ein astreines Freestyle-Rodeo in der großes Rock’n Roll Arena.
"Ich war von so vielen verschiedenen Drogen abhängig... Mein Leben war ein einziges Chaos. Ich will jetzt mal langsamer machen und versuchen etwas glücklicher zu werden."
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Foto
Copyright : Marc Segal

Neues Album
"Riot City Blues" von Primal Scream
bei Sony BMG

Links
>> Offizielle Website von Primal Scream

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TRACKS
Donnerstag, den 08. Juni 2006 um 23.05 Uhr
Wiederholung am Dienstag, den 13.06 um 01.10 Uhr
Redaktion: Program33
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Erstellt: 07-06-06
Letzte Änderung: 31-10-08


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