Von Jean-François Boyer – ARTE GEIE – Frankreich 2004, 12 Min.
In unmittelbarer Nähe der Iguazu-Wasserfälle bilden die südamerikanischen Staaten Brasilien, Argentinien und Paraguay eine gemeinsame Grenze. Auf wenigen Quadratkilometern sind in den vergangenen Jahren in diesem Dreiländereck drei Städte entstanden, in denen heute über 600 000 Einwohner leben.
In diesen Kommunen haben sich auch Muslime angesiedelt, die von ihren streng katholischen Nachbarn akzeptiert und integriert worden sind. Diese Familien arabischen Ursprungs treiben Handel und leben von einem florierenden Schmuggelgeschäft, das über die Brücken abgewickelt wird, die die drei Länder miteinander verbinden.
Nach den Attentaten vom 11. September hatte die nordamerikanische Regierung die südlichen Nachbarländer auf die Risiken hingewiesen, die von dem muslimisch geprägten Dreiländereck für die innere Sicherheit der Vereinigten Staaten ausgingen. Die arabische Gemeinde, die jetzt zunehmend über Polizeikontrollen klagt, hat die aus Washington kommenden Anschuldigungen kategorisch zurückgewiesen.
Die Klöster im Kosovo
Von Vladimir Vasak und Aleksandra Ilic – ARTE GEIE – Frankreich 2004, 12 Min.
Sie fühlen sich wie die letzten Überlebenden eines ewigen Krieges, geborgen hinter dicken Klostermauern und in ihrem Glauben an den Herren: Die Mönche in den orthodoxen Klöstern des Kosovo litten wie das Volk am Krieg zwischen Serben und Kosovo-Albanern.
Sie hofften auf Frieden, als die internationale Gemeinschaft die Kriegsparteien trennte und eine albanische Provinz zuließ. Und sie erschraken zutiefst über die neuen Untiefen des ewigen Konfliktes, als im März dieses Jahres der Hass wieder ausbrach. Albanische Extremisten brannten serbische Dörfer nieder, sie zerstörten die Heiligtümer der orthodoxen Kirche. Unser Reportageteam hat die Mönche in ihren Klostern besucht.
Der andere Kreuzzug des Mr. Bush
Von Ludovic Fossart – ARTE GEIE / Hikari Productions – Frankreich 2004, 12 Min.
Das Sendungsbewusstsein des amtierenden amerikanischen Präsidenten verändert die Welt nicht nur im Irak. Seit 2001 hat die amerikanische Regierung aus weltanschaulich-religiösen Gründen jede finanzielle Unterstützung für Organisationen eingestellt, die das Recht auf Abtreibung verteidigen. Diese Entscheidung nennen sie die Global Gag Rule. Und ihr ist es zu verdanken, das weltweit dutzende Kliniken schließen mussten.
Das hat dazu geführt, dass etwa in Kenia die Lage für die Frauen immer kritischer wird. Schätzungen zufolge sterben dort jedes Jahr 4000 Frauen an den Folgen einer illegalen Abtreibung, unter schaurigen medizinischen und hygienischen Umständen in irgendeinem Hinterzimmer. Die Kliniken, die vor allem den Frauen aus den Armenvierteln noch vor 2001 mit kostenlosen Verhütungsmitteln oder einer medizinisch korrekten Abtreibung hätten helfen können, mussten schließen, weil ihnen das Geld aus den USA von der Regierung Bush gestrichen wurde.
Terror in Thailand
Von Anthony Dufour – ARTE GEIE / Hikari Productions – Frankreich 2004, 12 Min.
Seit Anfang des Jahres spitzt sich ein religiöser Konflikt in Thailand Woche für Woche zu. In den südlichen Provinzen Thailands fühlt sich die vor allem dort lebende mulsimische Minderheit des Landes gegenüber der buddhistischen Mehrheit benachteiligt.
Radikale Gruppen kämpfen gegen die Regierung, deren Soldaten und Repräsentanten. Ende April verschanzten sich Moslems in einer Moschee in der Stadt Pattani. Bei diesen schwersten Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen starben 107 Aufständische – es war ein ungleicher Kampf: Macheten und wenige Gewehre gegen wohl bewaffnete Soldaten. Dieser seit Jahrzehnten schwelende Konflikt spielt allerdings in einer von den Touristen nur wenig besuchten Region Thailands. Unser Reportageteam versucht auch herauszufinden, ob die Unruhen dort auf den Rest des Landes übergreifen könnten.
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ARTE Reportage
Mittwoch, 16. Juni 2004, um 21.45 Uhr, 52 Min.
Wiederholung am Donnerstag, 17. Juni, um 16.50 Uhr
Moderation: Andrea Fies
ARTE G.E.I.E., Frankreich 2004







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