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ARTE Journal bietet den europäischen Blick auf die wichtigsten Ereignisse des Tages.

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ARTE Journal - 29/11/11

Dienstag, 29. November 2011

  • Sturm auf britische Botschaft
    Etwa 20 iranische Studenten haben die britische Botschaft in Teheran gestürmt und verwüsteten Büros. Polizisten konnten den Großteil der Demonstranten vertreiben. Die Studenten sollen ihre Aktion als Vergeltung für den Tod eines iranischen Atomwissenschaftlers verübt haben. Sie beschuldigen den israelischen und britischen Geheimdienst, den Wissenschaftler Majid Shahriari vor einem Jahr getötet zu haben. Das britische Außenministerium reagierte empört auf den Anschlag. Auch die Bundesregierung verurteilte die Erstürmung. Der Sturm auf die Botschaft erinnert an die Besetzung der US-Botschaft in Teheran 1979: Damals waren 52 Diplomaten 440 Tage als Geiseln festgehalten worden. Seitdem haben die USA keine Botschaft mehr im Iran.

  • Finanzminister beraten über Euro-Krise
    Die Finanzminster der Euro-Länder treffen sich in Brüssel, um Leitlinien über die Hebelung des Rettungsfonds EFSF zu beschließen, dessen Kapital mit Hilfe privater Investoren vermehrt werden soll. Nach der Erweiterung soll der Fonds stark genug sein, um im Notfall auch größeren Ländern unter die Arme zu greifen. Thema dürfte auch die Forderung nach Eurobonds sein. Diese Schuldverschreibungen mehrerer EU-Länder könnten ein Weg aus der Krise sein, Uneinigkeit herrscht aber über die Rahmenbedingungen.
    Mehr zum Thema

  • Zahlreiche Verletzte im Kosovo
    Bei einer neuen Machtprobe zwischen Serben und Internationaler Schutztruppe KFOR im Nordkosovo sind Dutzende Menschen verletzt worden. Auch zwei deutsche Soldaten hätten durch Schüsse Verletzungen erlitten, berichtete die von der Nato geführte KFOR. Die Serben haben seit Monaten den Verkehr im Nordkosovo durch rund 20 Straßenblockaden lahmgelegt. Sie wollen damit den Abzug von Zöllnern und Polizisten der albanisch geführten Kosovo-Regierung von zwei Grenzübergängen erzwingen, die bisher von ihnen kontrolliert worden waren.

  • Regierung von Kuwait tritt nach Protesten zurück
    Nach einer Serie von Protestaktionen der Opposition ist die Regierung des Golfemirats Kuwait zurückgetreten. Der Protest richtete sich gegen korrupte Minister und Parlamentarier sowie gegen Ministerpräsident Scheich Nasser al-Mohammed al-Sabah, dem man dafür die politische Verantwortung gibt. Die nun zurückgetretene Regierung war erst im vergangenen Mai vereidigt worden. Die Oppositionellen haben für die kommenden Tage weitere Proteste angekündigt.

  • Ökologie für Arme
    Im südafrikanischen Durban stecken die Gespräche über ein Klimaabkommen fest, dabei sind die Daten alarmierend: Das vergangene Jahrzehnt sei das heisseste der zurückliegenden 160 Jahre gewesen, hiess es bei dem Klimagipfel. Vor allem Entwicklungsländer leiden unter dem Klimawandel, allen voran Pakistan, Guatemala und Kolumbien, das stellte die Organisation "Germanwatch" fest. Dabei ist Umweltschutz auch in Krisenzeiten durchaus möglich: In einem Slum in Rio de Janeiro sind Biofilter für Wasser installiert worden. Sie liefern kostbares sauberes Trinkwasser und gleichzeitig Biogas für Heizung und Herd.
    Unsere Reportage

Erstellt: 29-11-11
Letzte Änderung: 29-11-11