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ARTE Journal - 13/09/11

Dienstag, 13. September 2011

  • Drohender Absturz
    US-Präsident Obama äussert sich besorgt wegen der Euro-Krise, Kanzlerin Merkel mahnt zur Umsicht und geht auf Distanz zu ihrem Vizekanzler Philipp Rösler. Angela Merkel hat dessen Spekulationen über eine mögliche Insolvenz Griechenlands strikt zurückgewiesen. Griechenland gerät derweil immer stärker in eine Sackgasse: während die Politiker zur Einhaltung der Sparprogramme mahnen, verweigern sich die Bürger den Maßnahmen.
    >> Dossier Euro-Krise

  • Prozess um SS-Massaker in Griechenland
    Am Internationalen Gerichtshof in Den Haag läuft ein Prozess um Entschädigungen für Opfer von NS-Verbrechen. Dabei klagt Deutschland in letzter Instanz gegen die Ansprüche von Überlebenden der SS-Massaker in Griechenland. Konkret geht es um den 10.6.1944, als die SS in einem angeblichen Racheakt 218 Bewohner des griechischen Dorfes Distomo erschossen hat, Männer, Frauen und Kinder. Griechische und italienische Gerichte haben die Rechtsansprüche der Überlebenden immer wieder bestätigt. Doch Deutschland verhinderte bisher konkrete Zahlungen an die Opfer und die Hinterbliebenen. Der Vorgang hat in den letzten Jahren zu einer Reihe diplomatischer Verwicklungen geführt, wie etwa die zeitweise Beschlagnahme von deutschem Eigentum in Griechenland und auch Italien.

  • Bedeutungsschwere Reise
    Ägypten, Tunesien, Libyen - das sind die Stationen der Reise des türkischen Ministerpräsidenten. Recep Tayyip Erdogan will sich nach den politischen Umwälzungen in Nordafrika als Führungsfigur der islamischen Welt in Szene setzen. Ein Besuch, der voller Gefahren steckt.

  • Schreiben über die Frauen aus Tripolis
    Der Schriftsteller Kamal Ben Hameda wurde 1954 in Tripolis, der Hauptstadt Libyens, geboren. Er war 15 Jahre alt, als Gaddafi an die Macht kam. Um den Verboten und der permanenten Einschränkung des freien Denkens aus dem Weg zu gehen, emmigrierte er und seine Familie. In Südfrankreich studiert, lebt er nun in den Niederlanden. Ben Hameda veröffentlichte bereits im März, zum Ausbruch der Revolution in Libyen, sein lyrisch-poetisches Werk « Compagnie des Tripolitaines ». Mitte September wird dies auch in Deutschland erscheinen unter dem Titel « Sieben Frauen aus Tripolis ». In dem Roman beschreibt er beinah autobiographisch die Welt der Frauen in einer seit Jahrhunderten patriarchisch organisierten Gesellschaft in einer Zeit vor Gaddafi.

  • Tanzende Legende
    Mit 21 war er Solotänzer des Kirow-Ballets, mit 26 setzt er sich in den Westen ab. Das war 1974. In den USA tanzte Mikhaïl Baryshnikov in berühmten Ensembles, entdeckt den zeitgenössischen Tanz, arbeitet für den amerikanischen Choreographen George Balanchine. Jetzt spielt er im zarten Alter von 63 Jahren in einem Stück über die Einsamkeit. "In Paris" heisst es und natürlich spielt es auch dort, im berühmten Nationaltheater Le Chaillot im Rahmen der "Etés de la Danse".
    Die Reportage

Erstellt: 15-02-11
Letzte Änderung: 13-09-11