Woche vom 21. und 27. März 2011
Eine Woche nach Beginn der internationalen Intervention in Libyen ist der Ausgang des Krieges immer noch sehr offen. Einerseits scheint die Stadt Benghazi endgültig von Diktator Gaddafi befreit zu sein, wie diese überaus originelle Graffitiserie zeigt. Andererseits bleibt Tripolis immer noch in der Hand des Regimes. Und das libysche Staatsversehen ist Gaddafi noch treu. Sehr treu. Während die NATO ab diesem Wochenende das Kommando der Militäraktionen übernehmen wird, zeigt sich ein wichtiges Mitglied des Bündnisses, nämlich Deutschland, immer noch sehr skeptisch, wie Daniel Cohn-Bendit in einem Spiegel-Interview bemerkt. Belgien hingegen war von der ersten Sekunde an dabei. Aber wer hat eigentlich entschieden, dass das Land an den Manövern teilnimmt? Denn Regierung hat Belgien keine… Die USA ihrerseits sind weiterhin skeptisch gegenüber Nicolas Sarkozy, diesem „Mann, der De Gaulle sein wollte“. Und wired.com hat endlich herausgefunden, wer für den Namen „Odyssey Dawn“ verantwortlich ist, dem „schlechtesten Namen, der je einer Militäroperation gegeben wurde“.
Japan befindet sich nach der nuklearen Katastrophe im AKW Fukushima immer noch in höchster Alarmbereitschaft, vor allem jetzt, wo große Probleme aus Reaktor Nr. 3 gemeldet werden. Höchste Zeit, um auch die jungen Bürger des Landes zu warnen. Daher hat die japanische Regierung einen kurzen, pädagogischen Film erstellt, der recht… gewagte Metaphern verwendet. Hier also wird das Unglück von Fukushima den Kleinsten erklärt – und zwar in einer „Furz“ und „Kaka“ Sprache.
Beim europäischen Gipfel am Donnerstag und Freitag haben sich die Staats- und Regierungschefs der EU mit einer schweren Frage auseinandersetzen müssen: Was tun mit Portugal? Denn nach der Ablehnung tiefgreifender Sparmaßnahmen durch die Opposition und den Fall der Regierung von José Socrates wird nun ein aufoktroyierter Rettungsschirm für Lissabon immer wahrscheinlicher. Und das brachte die EU zur zweiten Frage: Was tun mit Europa? Ausnahmsweise haben hier die 27 Staaten eine visionäre, fast schon tollkühne Lösung gefunden: Die Schaffung eines milliardenschweren Euro-Rettungsschirms, der zum stärksten wirtschaftlichen und politischen Zusammenwachsen des Kontinents in seiner Geschichte führen könnte.
Die BBC erzählt diese Woche die Geschichte eines radikalen Gesetzes in Asien: In Kambodscha ist es von nun an allen ausländischen Männern über 50 untersagt, eine Kambodschanerin zu heiraten. Diese drakonische Maßnahme lässt sich besser verstehen, wenn man sich die (inoffiziellen) Statistiken in Sachen Sextourismus ansieht, der in Kambodscha seit Jahren ein riesiges gesellschaftliches Problem darstellt.
Und zu guter Letzt : Eine Liste von zehn Sachen, die Sie vielleicht noch nicht über die Webseite backrub.com („rückenkratzen.com“) wussten. Heutzutage auch bekannt als "Google".







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