Woche vom 14. zum 20. März 2010
Donnerstag sah es noch so aus, als würde Libyen bald wieder ganz Muammar Gaddafi gehören. Doch dann kam in der Nacht von Donnerstag auf Freitag die UN-Resolution 1973, in der ein Angriff gegen das Regime in Tripolis ermöglicht wird, um „Zivilisten zu schützen“. Dafür waren unter anderem die USA, Großbritannien und Frankreich. Deutschland enthielt sich. Freitag Mittag dann der nächste Paukenschlag: Die libysche Regierung ruft einen „sofortigen Waffenstillstand“ aus. Wird die internationale Gemeinschaft einwilligen? Oder ist es zu spät für Gaddafi? Eine Entscheidung wird wohl Samstag in Paris gefällt.
In Japan kämpft ein ganzes Land weiterhin gegen eine mögliche nukleare Katastrophe. Währenddessen bereitet man sich in Kalifornien bereits auf ein riesiges Erdbeben vor. Wieso? Nun, seit Anfang des Jahres hat sich die Pazifikplatte an drei ihrer vier Risse bewegt. Die Folge waren verheerende Erdstöße in Chile (Januar), Neuseeland (Februar) und Japan (März). Der vierte Riss ist die San Andreas Spalte. Und die verläuft mitten durch Los Angeles und San Francisco. Aber Sorgen machen brauchen sich die Amerikaner deswegen noch lange nicht, meint Foreign Policy.
Und noch einen weiteren Hoffnungsschimmer gab es diese Woche: Im Niger wurde bei einem „äußert demokratischen und transparenten“ Urnengang ein neuer Präsident gewählt. Nach einem Jahr Militärregime ist nun Mahamadou Issoufou neuer Staatschef. Dieser langjährige Oppositionspolitiker wurde aufgrund seiner soliden Projekte im Bereich „Wirtschaft und Soziales“ gewählt.
In Griechenland wurde diese Woche eine der „wichtigsten archäologischen Entdeckungen der letzten Jahrzehnte“ gemacht: In Athen wurde der Altar der Zwölf Götter ausgegraben, ein Meisterwerk aus dem 6. Jahrhundert vor Chr., das bereits bei Thukydides erwähnt wird. Das einzige Problem: Die antike Kultstätte liegt genau auf der neuen Metrolinie, die derzeit in Athen gebaut wird. Und in diesen Krisenzeiten kann es sich die griechische Hauptstadt kaum leisten, mehr Schienen zu verlegen um eine Umleitung zu schaffen…
Stichwort Schiene: Genau in die investieren immer mehr Finanzgurus. So hat der drittreichste Mann der Welt Warren Buffet soeben mehrere Milliarden auf den Güterverkehr in den USA gesetzt. Doch wieso haben vor allem konservative Milliardäre in Amerika solche Vorbehalte gegen Züge? Die ironische Antwort von slate.com: Sie hassen Europa.
Und zu guter Letzt eine sehr schöne Erfindung, die schon bald sämtliche Innenbeleuchtungen revolutionieren könnte: Die Lampe, die mit Fliegenfleisch funktioniert. Sobald sich nämlich ein kleines Insekt auf die Lampe setzt, verbrennt es. Und dieser Vorgang wiederum setzt Energie frei. Manchmal sogar genug, damit die Lampe auch Licht abgeben kann. Alle jene, die dieses Produkt britischen Innovationsgeistes sofort erwerben möchten, wollen wir daran erinnern, dass sie es auch im Set mit einer Uhr kaufen können, die durch Mücken angetrieben wird. Frohes Shopping!







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