Woche vom 14. zum 20. Februar 2011
„Der Fall des Hauses Berlusconi“ sorgt derzeit für Gesprächsstoff in den europäischen und internationalen Medien. Foreign Policy stellt fest, dass das „Rubygate“ nur die Spitze des Eisbergs ist. Das wahre Problem liegt im „Belusconismus“, dem politisch giftigen Erbe des Cavaliere: eine Mischung aus Korruption, Nationalismus und Sexismus. Aber vielleicht kann ihn eben eine Frau, die für das genaue Gegenteil steht, zu Fall bringen: Die Anti-Mafia Richterin Ilda Boccassini; Spitzname: Ilda die Rote. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung präsentiert hier ihr Porträt.
Europa ist also bald von Berlusconi befreit? Vielleicht. Doch wir sind dann wohl sogleich mit einem anderen Problem konfrontiert: Von Amerika aus gesehen (oder von Asien aus, oder von Afrika aus…) ist der Alte Kontinent wirklich dem Alkoholismus verfallen. Sehen Sie auf dieser Karte des Economist selbst.
Die arabische Welt ist währenddessen weiter fleißig dabei, ihre Diktatoren zu Fall zu bringen: Eingequetscht zwischen der tunesischen und der ägyptischen Revolution muss nun sogar der allmächtige libysche Despot Gaddafi um sein politisches Überleben fürchten. Und auch die Autokraten, die Bahrain regieren, haben beschlossen, die Demos diese Woche in Manama ernst du nehmen. Daher haben sie die Armee auf die Straßen ihrer Hauptstadt geschickt – und den Tod von mindestens drei Personen hervorgerufen. Während die Europäische Union immer noch nicht die Tragweite der Ereignisse verstanden zu haben scheint, ruft dieser spanische Politologe sein Land dazu auf, sich mehr um seine Nachbarn zu sorgen: „Wir sollten endlich nach Marokko blicken“, meint er in El Pais.
„Er spielt Billard, so wie Van Gogh gemalt hat“, sagt der Künstler Damien Hirst über ihn. „Ihn spielen zu sehen, ist wie Mozart zu hören“, setzt Rocklegende Keith Richard noch einen drauf. „Er ist einfach das größte Genie aller Sportarten“, gibt sogar einer seiner Kontrahenten zu. Ronnie O’Sullivan ist nur ein Billardspieler. Aber er ist der beste. Der beste aller Zeiten. Sein einziger Feind ist dafür aber leider sehr stark: er selbst. Wenn er schreit, wenn er trinkt, wenn er sich aufregt. Auf zeit.de können Sie diesen außergewöhnlichen Mann entdecken.
Und zum Schluss noch ein kleiner Artikel. Eine kurze Erklärung. Ein Wikipedia-Eintrag. Und doch: ein fundamentaler Beitrag für Europa. Für die Menscheheit allgemein. Schönes Wochenende.







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