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Wettlauf um die Rohstoffe

Weltweit steigt die Nachfrage nach Rohstoffen, zumal Schwellenländer wie China, Brasilien und Indien ein rasantes Wirtschaftswachstum erleben.

Wettlauf um die Rohstoffe

27/01/09

Die wichtigsten Rohstoffe im Überblick: Erdgas

Erdgas wird hauptsächlich zur Energieerzeugung, und hier besonders im Wärmemarkt, eingesetzt.

Erdgas - in Frankreich "gaz naturel" - kommt häufig als Begleitmaterial von Erdöl vor und wird bei dessen Abbau nach wie vor auch in extrem hohen Mengen abgebrannt. Obwohl es im Naturzustand brennbar ist, lässt es sich in dieser Rohform meistens nicht verwerten. Bei der Aufbereitung wird ihm unter anderem Feuchtigkeit und Schwefel entzogen, am Ende aller Filtervorgänge bleibt vor allem Methan übrig, wichtigster Bestandteil des Erdgases.

Jahresabbauvolumen: ca. 140.000 t
Auf technischem Wege konnte seit 1985 bei der Erdgasverbrennung der Emissionswert von CO2 erheblich reduziert werden. Auch Abfälle wie Gras, Holz oder Schlachtabfälle können Methan liefern – der Stoff ist definitionsgemäß das Ergebnis einer Verwesung, die ohne Beteiligung von Sauerstoff abläuft.

Die großen Erdgasreserven der Welt lagern innerhalb einer »Strategischen Ellipse«, die vom Nahen Osten über den Kaspischen Raum bis in den Norden Russlands reicht. Diese regionale Lokalisierung ist von außerordentlicher politisch-strategischer Bedeutung.

Lukrative Rohstoffvorkommen am Nordpol und die Aussicht, sie durch die klimabedingte Eisschmelze abbauen zu können, rufen die Anrainerstaaten auf den Plan. Medienwirksam haben etwa die Russen eine Fahne unter das schmelzende Eis auf den Meeresboden gesetzt. Aber auch die USA, Kanada, Norwegen und Dänemark melden Ansprüche auf mögliche Öl- und Gasvorkommen in der Arktis an. Mit millionenschweren Investitionen erforschen sie vermutete Rohstofflager und schicken Expeditionen ins schmelzende Eis. Doch die Ansprüche sind längst nicht geklärt. Der Ton zwischen den Staaten wird rauer, und das politische Klima zunehmend gereizter. Bricht hier ein neuer "Kalter Krieg" aus? Lesen Sie mehr...

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Erstellt: 27-01-09
Letzte Änderung: 27-01-09