Ursprünglich stammt der Salbei aus dem Mittelmeerraum. Seit der Antike verwenden Frauen Salbeiblätter, weil sie den Ruf haben, die Fruchtbarkeit zu erhöhen. In China galt der Salbei als Symbol für ein langes Leben und Unsterblichkeit. Er wurde als heilige Pflanze verehrt, da er viele Übel kurieren kann, vom kleinsten bis zum größten Wehwehchen. Bis ins Mittelalter war die Salbei-Ernte mit einem spreng geregelten Ritual verbunden. Man musste saubere Füße haben, eine weiße Tunika tragen und ihn mit einem Werkzeug aus Eisen abschneiden. Anschließend bereitete man daraus Kräutertee oder einen Sud. Ludwig XIV hatte ihn übrigens zu seinem Lieblingstee erkoren.
Die samtigen, pelzigen Blätter finden natürlich nicht nur in der Medizin sondern auch in der Küche ihre Verwendung. Meistens würzt man damit Fleisch, Wild, Geflügel oder Würste. Sein bitterer und rauer Geschmack neigt dazu, andere Geschmacksnoten zu überlagern, weshalb man ihn am besten ganz exklusiv einsetzt. Salbei beruhigt heißere Hälse und wirkt blutstillend, kein Wunder also dass das Wort Salbei vom Lateinischen „Salvare“ kommt, das bedeutet: heilen, denn unter allen Kräutern ist der Salbei das Allheilmittel schlechthin.






per E-Mail verschicken
RSS
Facebook
Twitter

