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31/10/06

"Die kleine Geschichte"... des Salbei

Seine Blätter sind schmal und lang und wenn man sie reibt, verströmen sie ihren kampferartigen Duft. Die kleine Geschichte des Salbeis:

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Ursprünglich stammt der Salbei aus dem Mittelmeerraum. Seit der Antike verwenden Frauen Salbeiblätter, weil sie den Ruf haben, die Fruchtbarkeit zu erhöhen. In China galt der Salbei als Symbol für ein langes Leben und Unsterblichkeit. Er wurde als heilige Pflanze verehrt, da er viele Übel kurieren kann, vom kleinsten bis zum größten Wehwehchen.

Bis ins Mittelalter war die Salbei-Ernte mit einem spreng geregelten Ritual verbunden. Man musste saubere Füße haben, eine weiße Tunika tragen und ihn mit einem Werkzeug aus Eisen abschneiden. Anschließend bereitete man daraus Kräutertee oder einen Sud. Ludwig XIV hatte ihn übrigens zu seinem Lieblingstee erkoren.

Die samtigen, pelzigen Blätter finden natürlich nicht nur in der Medizin sondern auch in der Küche ihre Verwendung. Meistens würzt man damit Fleisch, Wild, Geflügel oder Würste. Sein bitterer und rauer Geschmack neigt dazu, andere Geschmacksnoten zu überlagern, weshalb man ihn am besten ganz exklusiv einsetzt. Salbei beruhigt heißere Hälse und wirkt blutstillend, kein Wunder also dass das Wort Salbei vom Lateinischen „Salvare“ kommt, das bedeutet: heilen, denn unter allen Kräutern ist der Salbei das Allheilmittel schlechthin.

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Montags bis Freitags, 12.35 Uhr bis 13.05 Uhr
samstag um 14.15 Uhr

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Europäisches Lifestyle-Magazin, ARTE
Chefredaktion: Catherine Heuzé
Koproduktion: ARTE France, 2P2L
Frankreich, 26 Min.
Moderation: Valeria Risi

Texte der “Kleinen Geschichte” © Anne-Sophie Levy Chambon

Erstellt: 23-10-06
Letzte Änderung: 31-10-06