Jasmin stammt aus Indien, man findet ihn aber auch überall sonst im Mittleren Orient. Jasmin, die Blume der Versuchung, diente den Frauen als Mittel der Verführung. Kein Mann widerstand seinem betörenden Duft. Der Legende nach soll Kleopatra mit Jasmin parfümiert zu ihrem Treffen mit Marcus Antonius gegangen sein, um ihr Schicksal entsprechend zu beeinflussen. Es hat gewirkt. Ausgehend vom damals muslimischen Spanien verbreitet sich der Jasmin in ganz Europa. Er verführt das gesamte Mittelmeer. In Frankreich ist es die Marquise de Sévigné, die es am Hof von Versailles einführt. Seither schmücken und parfümieren sich Frauen wie Männer mit Jasmin in der Hoffnung ein paar Zärtlichkeiten zu erheischen. Jasmin wird ganz und gar von Hand gepflückt und man braucht eine Tonne davon um einen Liter Parfum zu gewinnen. Eine gute Pflückerin kann zwei bis drei Kilo Blüten am Tag ernten. Jasmin wurde auch immer zu großen Gelegenheiten getragen, man schmückte damit die Frisur der Braut als Symbol von Schönheit und Sinnlichkeit. Um die kleine Geschichte abzuschließen: Jasmin verdankt seinen Namen « yâsimîn » - woraus sich der Vorname Jasmin ableitet - von Yâs, was Untröstlichkeit bedeutet und Mîn, das Lüge heißt. Kein Wunder, dass Jasmin zur Blume der Irrungen und Wirrungen in der Liebe geworden ist.Anne-Sophie Levy Chambon
Links:Ein Artikel auf Wikipedia
Das Internationale Museum der Parfümerie in Grasse






per E-Mail verschicken
RSS
Facebook
Twitter

