Das erste Telefon aus dem Jahre 1874 ist eine Erfindung des Schotten Alexander Graham Bell und war komplett aus Holz. Dabei musste man es abwechselnd an Mund und Ohr halten. Erst 1910 wurde das Telefon mit einem für den Gebrauch praktischeren Hörer ausgestattet. In den 50er und 60er Jahren schließlich kam der Kunststoff auf und ließ der Phantasie freien Lauf. Zu dieser Zeit brachten die Schweden das Ericofon auf den Markt: das erste kolorierte Telefon mit integrierter Klingel, das aus Kunststoff und ganz aus einem Stück gefertigt war. Das Werk des Designers Gösta Thames. Zu Beginn wurde das Ericofon in Krankenhäusern eingesetzt, weil es so handlich war: man brauchte lediglich den Hörer in die Hand zu nehmen, damit das Freizeichen erschien, der Rest war integriert. Schnell aber liebäugelten auch Privatpersonen mit dem Ericofon. Deshalb wurde es auch im Ausland produziert, in Europa wie Australien, Frankreich ausgenommen, denn da entsprach der Apparat nicht den Normen der staatlichen Telekommunikationsunternehmen. Auch wenn das Design und die Farben des Ericofons noch so niedlich sind, so ist es mit ihm absolut ungemütlich und unmöglich, stundenlang mit Freunden zu plaudern, ohne dass einem dabei der Arm einschläft. Außerdem sieht es komisch aus, wenn man es in der Hand hält. All dies scheint die Sammler, die alles dafür tun würden dieses Telefon zu erwerben, keineswegs zu stören. Um die kleine Geschichte abzuschließen: Das Ericofon ist das erste Telefon, das einen Namen trägt und keine Nummer. Sein Name ergibt sich aus den drei Wörtern: „Ericsson compagnie telefone“. Allerdings kennt man es eher unter dem Namen ‚Kobra’, eine Bezeichnung, die man ihm aufgrund seiner Ähnlichkeit mit dieser Schlange gegeben hat.
Links:Die offizielle Website des Ericofons
Die Top-Adresse:Maison Kindal - 33, avenue de l’Opéra 75002 Paris






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