Die Dahlie stammt aus Mexiko. Sie wuchs am Wegesrand im Reich der Inkas. Im 16. Jahrhundert geriet sie in das Reisegepäck von Francisco Hernandez, dem Laibarzt des Königs Phillipe III. In Spanien angekommen, dachte niemand daran, dass sie eines Tages auch auf unseren Tellern landen würde. Ihr bitterer Geschmack und die klebrigen Wurzelknollen dienten ihr dabei als Schutz, denn so hatte niemand Lust darauf, sie zu probieren. Die Dahlie hat ein bewegtes Leben hinter sich. 1902 wurde sie sogar von deutschen Gerichten verklagt. Bei einer Trauung tauchte der Bräutigam nicht mit einem Strauß Rosen, sondern mit weißen Dahlien auf. Die Braut war verärgert; es kam zum Skandal. Und die Richter entschieden, die Dahlien als Brautstrauß zu verbieten. Es ist wohl wahr, dass die Dahlie mit ihrem robusten Stiel, den ovalen Blätter und den zerzausten, gewundenen Blühten beeindruckten wirkt. Man sagt, es sei eher eine männliche Blume, keine weibliche. Nicht zuletzt ist sie nach einem Mann benannt, dem berühmten schwedischen Botaniker Andrée Dahl.Chic
Montags bis freitags von 12.00 Uhr






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