Isamu Noguchi war ein berühmter Bild- hauer amerikanisch-japanischer Herkunft, dem wir auch die Akari-Lampen zu verdanken haben. Im Jahre 1954 entwarf er einen sehr originellen schaukelnden Hocker. Seine Form ist überliefert: Inspiriert wurde Noguchi von den traditionellen afrikanischen Blöcken, auf denen man so stark gekrümmt saß, dass die Ellenbogen beinahe an die Knie stießen. Was seinen Chromfuß betrifft, so erinnert dieser an den Eiffelturm. Genau dieser Mixtur ist es zu verdanken, dass er bis heute so modern wirkt. Von Beginn an war der Hocker von Isamu Noguchi ein Verkaufsschlager. Doch nur fünf Jahre später erklärte man ihn schon als out. Und Knoll, sein Verleger, nahm ihn vom Markt. Der Rocking Stool ist aus Holz, entweder aus Nussbaum oder aus Ahorn. Es gibt ihn in zwei verschiedenen Größen: in einer Höhe von 42 cm und in einer von nur 25. Der Durchmesser der Sitzfläche liegt bei 36. Die Unterseite ist gewölbt, damit man darauf schaukeln kann. Isamu Noguchis Hocker gefällt Eltern wie Kindern. Was jedoch die Schwiegermütter betrifft, so sei nicht gesagt, dass auch sie an ihm Gefallen finden. Das Vitra Designmuseum legte ihn dann 2003 wieder auf und machte ihn auf diese Weise erneut berühmt. Er ist praktisch und leicht. Und man schätzt ihn für seine universell einsetzbare Funktionalität. Der ‚Rocking Stool’ von Isamu Noguchi ist zur Designikone geworden. Man kann auf ihm Platz nehmen, aber man kann ihn genauso gut einfach betrachten, ohne dass es einem langweilig wird.Anne-Sophie Levy Chambon
Die Top-Adresse: Galerie Sentou - 29 rue François Miron, 75004 Paris
Links: Vitra und ein Verein, der sich mit Kunst aus Afrika beschäftigt






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