STERNSTUNDEN DER KARTOGRAPHIE
Das Buch der Karten
Meilensteine der Kartographie aus drei Jahrtausenden
von Peter Barber (Hg.)
aus dem Englischen von Birgit Lamerz-Beckschäfer
Primus Verlag, Darmstadt - 2006
Anhand zahlreicher bedeutender Karten und Globen bietet der Band einen Überblick über Formen und Entwicklung der Kartographie von den ersten Zeugnissen um 1500 v. Chr. bis zu Satellitenbildern aus dem Jahr 2005. Jede Karte ist ausführlich erläutert – einerseits wird das Besondere der jeweiligen Karte beschrieben, andererseits wird sie in den historischen Kontext eingebettet. Daran schließen sich die unterschiedlichsten Fragen an: Welche Traditionen beeinflussen die Karte? Welchen Entwicklungsstand zeigt sie im Konzert anderer Karten der Zeit? Wer sind die "Kartenmacher" und welche Zwecke verfolgen sie? In der Gesamtschau entsteht so eine außergewöhnliche Geschichte der Kartographie, die bemerkenswerten Einzelbeispiele schärfen den Blick für Entwicklungen wie z. B. den formalen und funktionalen Wandel von Karten im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit. An ihnen lässt sich auch ablesen, wie sich das Wissen über die Welt verändert. (Quelle: Verlag)
Kartenwelten
Der Raum und seine Repräsentation in der Neuzeit
von Ute Schneider und Christof Dipper (Hrsg.)
Primus Verlag, Darmstadt - 2006
Die Internationale Kartographische Vereinigung versteht Karten als „Repräsentation geographischer Realität, die auf der Kreativität und den Entscheidungen eines Kartographen beruht“. Karten sind demnach geographisch organisiert. Doch nicht zu allen Zeiten und in allen Kulturen war das der Fall: Erst im Zuge der Expansionen und Entdeckungsreisen wurde die Geographie zum dominierenden Organisationsprinzip. Mit der Hinwendung zur Geographie wurden die Karten freilich keineswegs „objektiv“.
Karten sind immer durch die jeweilige Zeit und den Kartographen geprägt. Dessen Herkunft, Ausbildung und Kenntnisse ebenso wie seine Informationsquellen prägen die Inhalte, Themen und Stile der Karten. Schon mit der Wahl des Ausschnitts beginnt die Konstruktionsarbeit, die entsprechend dem thematischen Zuschnitt der Karte den einen Gegenstand privilegiert und einen anderen dafür ausblendet. Ein dritter Aspekt kommt hinzu. Karten sind Gebrauchsgegenstände und werden konsumiert. Dabei übermitteln sie Botschaften und Weltbilder und beeinflussen somit auch immer unsere Weltsicht. (Quelle: Verlag)
Johann Blaeus Atlas Maior
von Peter van der Krogt
Taschen Verlag, Köln - 2005
In den Jahren 1662-1665 brachte der Amsterdamer Verleger Joan Blaeu, einer der führenden holländischen Kartografen seinen Atlas Maior heraus. Ursprünglich auf Latein erschienen, umfasste der Atlas 594 Karten in 11 Bänden, die die gesamte, damals bekannte Welt des Barock zeigten und war das umfangreichste und teuerste Buch, das im 17. Jahrhundert veröffentlicht wurde. Das kartografische Meisterwerk blieb über hundert Jahre der verbindliche Weltatlas und zählt heute zu den gesuchtesten und wertvollsten antiquarischen Raritäten. TASCHENs bibliophilem Nachdruck dieses kostbaren kartografischen Werkes dient das kolorierte und mit Gold gehöhte Exemplar der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Das Vorwort von Peter van der Krogt erläutert historische und kulturelle Zusammenhänge und führt den Leser in die faszinierende Welt der frühneuzeitlichen Kartografie ein. (Quelle: Verlag)
Vermessungsgeschichte
vom Förderkreis Vermessungstechnisches Museum
Förderkreis Vermessungstechnisches Museum, Dortmund - 2009
Die 3. Auflage des bekannten Werkes besticht mit über 600 mehrheitlich farbigen Abbildungen, erweitertem Aufsatzteil, erweiterter Zeittafel, im Format DIN A 4, mit neuem Cover, im Umfang von 300 Seiten. (…) So ist z.B. (…) die Waldseemüller-Weltkarte von 1507 in bestechender Qualität abgebildet, die Großtheodoliten Pistor und Martins von 1861 (…), Sartorius von 1907 (…), auch (…) [ein] Dollond-Theodolit von um 1770 (…). Mehrere neue Aufsätze im 11 Beiträge umfassenden Textteil beleuchten Vermessungsgeschichte von ersten Grenzdarstellungen, vom Urkataster, bis zur digitalen Datenbasis und zur Satellitengeodäsie. Dabei ist das grundsätzliche Ziel des Handbuchs unverändert geblieben: Eine insbesondere auch für Nichtfachleute aussagefähige Quelle zur Vermessungsgeschichte zu sein, die darüber hinaus fachhistorisch von hoher Qualität ist. (Quelle: www.vermessungsgeschichte.de)
Zu beziehen über den Geschäftsführer des Förderkreises, Klaus-Detlef Lehmann, Klaus-Detlef.Lehmann@stadtdo.de, zum Preis von 35 € inkl. Verpackung und Versand.
Geschichte der Geodäsie in Deutschland
von Wolfgang Torge
De Gruyter, Berlin - 2009
In der vorliegenden zweiten, durchgesehenen und teilweise mit größeren Abbildungen versehenen Auflage wird die Entwicklung der Geodäsie vom Altertum über das Mittelalter und die Frühe Neuzeit bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts vorgestellt, mit einer immer stärker werdenden Konzentration auf Deutschland. So werden auch die Entstehung geodätischer Systeme bis zur Reichsgründung, Preußens Einfluss auf die Landesvermessung, sowie die radikale Veränderung der Geodäsie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts behandelt. (Quelle: Verlag)
Aufsicht – Ansicht – Einsicht
Neue Perspektiven auf die Kartographie an der Schwelle zur Frühen Neuzeit
von Gisela Engel, Tanja Michalsky, und Felicitas Schmieder (Hrsg.)
trafo Wissenschaftsverlag, Berlin - 2009
Die Erforschung der Kartographiegeschichte an der Schwelle zur Frühen Neuzeit wird von disziplinären Grenzen behindert: Weder sind mittelalterliche Karten lediglich eine verbesserungswürdige Vorstufe der frühneuzeitlichen/neuzeitlichen, noch brechen frühneuzeitliche/neuzeitliche Karten bei aller Experimentierfreudigkeit und Innovation mit der Tradition.
Karten reagieren auf kulturelle Entwicklungen und nehmen teil an ihnen: Technische Entwicklungen, Entdeckungsreisen, geometrische und Landvermessungs-Verfahren, praktische Bedürfnisse des Transportwesens zu Land und zu Wasser ermöglichen und erzeugen neue kartographische Darstellungsweisen. Karten artikulieren politische, religiöse, wissenschaftliche Vorstellungen von Welt, Zeit und Raum, sie sind ein Medium der Selbstverständigung von Gesellschaften wie auch ein Medium, in dem praktisch nutzbarer Informationsgehalt mit innovativer Imagination (Wie ist das noch nicht Bekannte denkbar?) und politischen Interessen sowie kulturellen Bedürfnissen vermittelt wird. (Klappentext)
Ludwig XIV.
Die Inszenierung des Sonnenkönigs
von Peter Burke
aus dem Englischen von Matthias Fienbork
Wagenbach, Berlin - 2005
Peter Burke, Kulturhistoriker von Rang und Ehren, beschreibt, deutet und kommentiert die Propagandamaschinerie um den Star unter den gekrönten Häuptern. Die Imagewerbung des Sonnenkönigs: Wie hat sie funktioniert? An wen richtete sie sich und was tat die Öffentlichkeit, wenn günstige Nachrichten ausblieben? Peter Burke untersucht das Innenleben eines Mythos: Die Geschichte Ludwigs XIV. erscheint hier als gigantische Werbekampagne, die den König über Frankreichs Grenzen hinaus als unvergleichliches Produkt anpries und durchsetzte – ein Ziel, dem Bevölkerung, Kultur und Politik bedenkenlos unterworfen wurden. (Quelle: Verlag)






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