Um 20.15 Uhr
Fliegen heißt Siegen
Die nach dem Zweiten Weltkrieg neu gegründete Deutsche Lufthansa gilt als Vorzeigeunternehmen der Bundesrepublik. Doch sie hat eine Vorgeschichte. Filmemacher Christoph Weber analysiert die Zusammenhänge, die das Vorläuferunternehmen der heutigen Fluggesellschaft mit dem Nationalsozialismus verbinden.
Zahlreichen deutschen Unternehmen fällt der Umgang mit der eigenen Rolle im Dritten Reich auch heute noch schwer - und immer noch sind viele Fälle nicht erzählt. Wie jener Fall der Deutschen Lufthansa. Sie verweist in der Regel darauf, dass sie als Unternehmen erst seit 1955 existiert, also seit der Wiederaufnahme des Flugbetriebs nach dem Zweiten Weltkrieg und so gar keine Vergangenheit im NS-Regime haben kann. Gegründet wurde sie aber in der Nachkriegszeit mit dem Namen, dem Emblem - und einem Teil des leitenden Personals - jener Lufthansa, die es zwischen 1926 und 1945 gab.
Um 21.05 Uhr
Frauen an der Front
"Ich fühlte damals vor allem Glück und Stolz, dass ich dabei sein durfte. Erst später hab' ich begriffen: Ich hatte die Hölle freiwillig gewählt." Elisabeth Veith ist gerade einmal 19 Jahre alt, als sie sich zum Kriegsdienst an die Front meldet, als Krankenschwester. Sie ist eine von circa 200.000 Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs im medizinischen Dienst im Einsatz waren. Die Dokumentation zeigt, welchen starken Belastungen diese Frauen an der Front ausgesetzt waren.
Das Deutsche Rote Kreuz bildet im Zweiten Weltkrieg Krankenschwestern aus, die dann der Wehrmacht unterstellt und wie Soldaten vereidigt werden. An die Front geht, wer helfen will, wer etwas tun will für die deutschen Soldaten und fürs Vaterland. Viele Frauen melden sich freiwillig.
Demnächst
Dienstag, 10. August 2010
| 10:40 |
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Meine Wiederholung
The Fog of War - Robert McNamaras Gedanken über Krieg, Krieger und FriedenDer Verteidigungsminister der Präsidenten Kennedy und Johnson, Robert S. McNamara erzählt und kommentiert in diesem Dokumentarfilm die Geschichte Amerikas im 20. Jahrhundert. |
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DETAILS
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Dienstag, 10. August 2010 um 10.40 UhrWiederholungen:
Der Verteidigungsminister der Präsidenten Kennedy und Johnson, Robert S. McNamara erzählt und kommentiert in diesem Dokumentarfilm die Geschichte Amerikas im 20. Jahrhundert. McNamaras Einschätzungen werfen auf die beiden Weltkriege, den Kalten Krieg und den Vietnamkrieg ein neues Licht. "Darf eine Nation 100.000 Japaner in einer einzigen Nacht umbringen, um den Krieg zu gewinnen? Und wäre es umgekehrt moralisch vertretbar gewesen, 100.000 japanischen Zivilisten den Flammentod zu ersparen, dafür aber Hunderttausende von Amerikanern bei einem militärischen Einfall in Japan zu verlieren? Curtis LeMay sagte, wir wären alle als Kriegsverbrecher vor Gericht gestellt worden, wenn wir den Krieg verloren hätten. Ich glaube, er hatte recht. Er hat sich wie ein Kriegsverbrecher verhalten - genau wie ich auch. Warum ist ein und dieselbe Handlung unmoralisch, wenn ich verliere, und moralisch vertretbar, wenn ich gewinne?" Diese erschütternden Sätze des ehemaligen amerikanischen Verteidigungsministers Robert S. McNamara drücken den Zwiespalt aus, in dem sich ein kriegführendes Land befindet. So liefert "The Fog of War" vor dem Hintergrund der andauernden amerikanischen Präsenz im Irak wichtige Aufschlüsse darüber, wie die US-Regierung Militäreinsätze rechtfertigt: Die ethischen und strategischen Beweggründe für einen Krieg haben sich ganz offensichtlich über die Jahre nicht wesentlich verändert. Ein beharrlich geführtes Interview mit der komplexen und charismatischen Persönlichkeit Robert S. McNamara bildet den roten Faden des Films. Auch die zahlreichen spektakulären Archivaufnahmen und die Musik von Philip Glass machen "The Fog of War" zu einem anspruchsvollen Gesamtwerk. |
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