Frankreich schickt Kampfhubschrauber
Der Krieg, den Libyens Staatschef Gaddafi gegen sein Volk führt, fordert weiter Todesopfer. Mangels Nachschub an Lebensmitteln droht eine Hungerkatatsrophe. Die mangelden Erfolge der gegen Gaddafi kämpfenden Opposition hat die Alliierten alarmiert. Frankreich hat nun Kampfhubschrauber nach Libyen entsandt: Das berichtet die Zeitung „Le Figaro“ unter Berufung auf Militärkreise. Demnach soll bereits in den kommenden Tagen ein Dutzend dieser Hubschrauber eingesetzt werden. Sie sind in der Lage, Ziele am Boden genauer zu treffen als Kampfjets. Zugleich verstärkten die EU-Außenminister den Druck auf Libyen und verhängten neue Sanktionen.
EU eröffnet Verbindungsbüro in Bengasi
Am Wochenende hatte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton in der Rebellenhochburg Bengasi ein Vertretungsbüro der EU eröffnet. Das libysche Regime reagierte überrascht. Der Besuch Ashtons lege nahe, dass die EU ein illegitimes Gremium anerkenne und auf eine Teilung Libyens abziele, erklärte das libysche Außenministerium. Auch Deutschland ist mit einem Verbindungsbüro in Bengasi vertreten, dies sei ein „koordiniertes Vorgehen in der Europäischen Union“, erklärte Bundesaußenminister Guido Westerwelle.
Ein Dutzend Kampfhubschrauber nach Libyen
Frankreich scheint darauf zu drängen, den Konflikt in Libyen möglichst bis Ende Juli zu beenden – das berichtet „Le Figaro“. Im August beginnt der Fastenmonat Ramadan – dies sowie die Sommerhitze könnten die Aufständischen erheblich schwächen. Der Zeitung zufolge stach der französische Hubschrauberträger „Tonnerre“ bereits am Dienstag in See, an Bord: Ein Dutzend Kampfhubschrauber. Sie könnten bereits in den kommenden Tagen eingesetzt werden, um so die Angriffe auf das libysche Regime zu verstärken. Bisher wurden ausschließlich Kampfflugzeuge und Marschflugkörper eingesetzt. Militärkreisen zufolge sei der Einsatz der Hubschrauber „ein Mittel, um sich dem Boden zu nähern“. In der UN-Resolution, die den Libyen-Einsatz deckt, ist der Einsatz von Bodentruppen ausgeschlossen.
EU verschärft Sanktionen
In Brüssel verschärften die EU-Außenminister die gegen Libyen verhängten Sanktionen: Sie beschlossen Strafmaßnahmen gegen einen weiteren Vertreter aus dem Umfeld von Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi sowie gegen eine libysche Fluggesellschaft. Gaddafi sowie zahlreiche Vertraute wurden von der EU bereits mit Einreiseverboten und Vermögenssperren belegt.







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