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Haiti - Nach der Tragödie

Vor einem Jahr – am 12. Januar - bebt in Haiti für knapp eine Minute die Erde. Der gewaltige Ruck legt den Inselstaat in Schutt und Asche, mehr als 250.000 (...)

Haiti - Nach der Tragödie

19/01/11

Haiti - Nach der Tragödie

Vor einem Jahr – am 12. Januar - bebt in Haiti für knapp eine Minute die Erde. Der gewaltige Ruck legt den Inselstaat in Schutt und Asche, mehr als 250.000 Menschen sterben in den Trümmern. Bis heute sind eine Million Haitianer obdachlos. Sie leben in notdürftigen Zeltlagern, die mehr und mehr zu Slums verkommen.

Auch ein Jahr nach dem Beben kann von Aufbau kaum die Rede sein. Das Provisorium ist zum Dauerzustand geworden: Menschen leben auf engstem Raum zusammen, Notlatrinen quellen über, verschmutzen das Trinkwasser und die Cholera breitet sich aus. 1.000 Menschen sind bereits an der Infektionskrankheit gestorben.

Der Inselstaat ist erschüttert, die Regierung überfordert.


War Haiti schon vor dem Beben ein Land ohne funktionierende Institutionen, so ist die Insel nun einmal mehr eine Republik der NGOs:
Etwa 15.000 Hilfsorganisationen übernehmen einen Großteil der sozialen Dienstleistungen, sorgen für Krankenversorgung, Bildung und Waisenbetreuung. Doch die Bilanz der internationalen Hilfe für den Wiederaufbau Haitis ist ernüchternd: Von den fünf Milliarden gesammelten Dollar sind im Oktober gerade mal 60 Millionen angekommen, viele Hilfsgelder kommen nicht einmal durch den Zoll. Der ARTE-Themenabend fragt nach dem Stand des Wiederaufbaus und nach der Herstellung von staatlicher Stabilität.



Reportage über die aktuelle Lage vor Ort von Christoph Röckerath (ZDF)








Haiti - Nach der Tragödie
Freitag 14. Januar 2011 um 10.30 Uhr
Keine Wiederholungen
( Haiti, 2010, 105mn)
ZDF

Erstellt: 05-01-11
Letzte Änderung: 19-01-11