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Sonderprogramm Darwin

Schöpfung versus Evolution

In der Kleinstadt Harrisburg wurde im Jahr 2005 ein Rechtsstreit ausgelöst, der weltweit Schlagzeilen machte und selbst das Interesse des amerikanischen Präsidenten weckte. Eine Gruppe von Eltern setzte sich gegen die Einführung einer kreationistisch inspirierten Theorie als Unterrichtsinhalt zur Wehr, die die Entstehung des Menschen nicht aus der Evolution, sondern als Schöpfung eines "intelligenten höheren Wesens" betrachtet. Dabei beriefen sie sich auf einen Zusatz der amerikanischen Verfassung, die in staatlichen Schulen den Bezug auf Gott und Religion untersagt. ARTE zeigt diese Sendung innerhalb des Programmschwerpunkts zu Ehren Charles Darwins.

Im Jahr 2005, fast 150 Jahre nach der Veröffentlichung von Charles Darwins "Die Abstammung des Menschen", wurde die amerikanische Kleinstadt Harrisburg zum Schauplatz eines heftigen Rechtsstreits. Sein Gegenstand war der verfassungswidrige Versuch, in der District School des Ortes die Thesen des "Intelligent Design" zu lehren, deren Verfechter diese kreationistisch inspirierte Theorie als eine legitime Alternative zur Evolutionstheorie betrachten.

Hauptkläger waren die Eltern der unterrichteten Kinder. Ihnen stand eine Gruppe von Wissenschaftlern gegenüber, die die Evolutionstheorie bestreiten. Sie glauben beweisen zu können, dass die Welt erschaffen wurde und ihr ein "intelligentes Design" zugrunde liegt. Laut dieser Theorie sind Natur und Mensch wegen ihrer großen Komplexität nicht als Ergebnis eines natürlichen Evolutionsprozesses entstanden, sondern das Werk eines "intelligenten höheren Wesens". Das wäre der Beweis für die Existenz Gottes.


Das Dover District School Board - ein Schulausschuss, der sich aus gewählten Honoratioren der Stadt zusammensetzt - forderte als erster Schulausschuss in den USA, die umstrittene Theorie an der Schule zu unterrichten. Doch laut "First Amendment", dem ersten Zusatz der amerikanischen Verfassung, in dem die Trennung von Kirche und Staat festgeschrieben wird, ist in staatlichen Schulen der Bezug auf Gott und Religion untersagt. Da aber gerade Gott und die Verfassung zwei Themen sind, die bei Amerikanern leidenschaftliche Reaktionen auslösen, ist Harrisburg seit der umstrittenen Entscheidung des Dover District School Boards zum Schlachtfeld für die Scharmützel zwischen Religionsverfechtern und Laizismusanhängern geworden.

In der Dokumentation kommen die prominentesten Vertreter beider Gruppen zu Wort: Philip Johnson, Stephen Meyer und Michael Behe als Fürsprecher des "Intelligent Design" und Richard Dawkins und David Attenborough als Verteidiger des Darwinismus.


"Survival of the Fittest" - dieses Schlagwort assoziiert man geradezu automatisch mit der Person Charles Darwin. Doch die wissenschaftliche Leistung des Naturforschers lässt sich nicht ohne weiteres auf diese kurze Formel reduzieren. Seine Evolutionstheorie, zusammengefasst im grundlegenden Werk "Die Entstehung der Arten", das vor 150 Jahren zum ersten Mal erschien, stellt die biblische Schöpfungsgeschichte von Grund auf infrage. ARTE widmet sich in einem Programmschwerpunkt dem britischen Naturforscher Charles Darwin, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 200. Male jährt.

Schöpfung versus Evolution
Samstag 6. Juni 2009 um 10.55 Uhr
Keine Wiederholungen
(Grossbritannien, 2006, 49mn)
ARTE F

Erstellt: 18-05-09
Letzte Änderung: 28-05-09


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