British Columbia im Westen Kanadas hat den weltgrößten, unberührten "borealen Regenwald" mit mehreren Hundert Jahre alten Bäumen und Regionen, die noch nie ein Mensch betreten hat. Unter dem Waldboden lagern Millionen Tonnen von Bodenschätzen wie Gold und Kohle.
Das Augenmerk der Wirtschaft liegt jedoch auf dem Waldbau - dem Betätigungsfeld von Cal March. Um 4.30 Uhr beginnt für ihn der Tag, denn während der Erntezeit klettern die Temperaturen in den Rocky Mountains schnell auf über 30 Grad Celsius. Eine Strapaze für die Arbeiter mit ihrer kiloschweren Ausrüstung.
Dennoch konnten Cal March und seine Männer lange Zeit gut von der Holzwirtschaft leben, auch nachdem in den letzten Jahren Umweltschützer zusammen mit Regierungs- und Forstvertretern Programme erarbeitet haben, die den Holzfirmen strenge Auflagen erteilen. So müssen die Firmen etwa für die Wiederaufforstung in ihrem Erntegebiet sorgen. Ein Ökomanagementsystem mit Modellcharakter.
Die weltweite Wirtschaftskrise erschwert nun jedoch die Arbeit von Cal March immens. Der kanadischen Holzindustrie brechen die Absatzmärkte in den USA weg. Die Folge: Die Firmen bleiben auf ihren geschlagenen Bäumen sitzen, die Maschinen werden nicht mehr ausgelastet. Jetzt kommt noch hinzu, dass auch die Zulieferfirmen der Region unter Druck geraten. Doch noch bleibt Cal March optimistisch.
Fact Sheet Holzfäller:
- Durch neue Umweltauflagen hat sich die Arbeit der Holzfäller in British Columbia in den vergangenen Jahren verändert.
- Häufig werden Baumstämme mit dem Helikopter abtransportiert – Das ist gefährlich, eröffnet aber auch neue Möglichkeiten.
- Die Helikopter können bis zu vier Tonnen Holz transportieren.
- Die Rocky Mountains liefern neben dem begehrten Zedernholz auch weniger gefragtes Kiefern- und Fichtenholz.
- Zurzeit steckt die Holzbranche in der Krise. Viele Betriebe im Westen Kanadas mussten bereits schließen.
- Diese Sendung können Sie nach der TV-Ausstrahlung online (wieder) sehen - kostenlos - in voller Länge - 7 Tage lang - auf ARTE+7.
















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