Die « Concordia » ist am 13. Januar vor der Insel Giglio mit mehr als 4.200 Menschen an Bord auf einen Felsen gelaufen und anschließend gekentert. Bilanz des Unglücks bisher: 16 Tote und mindestens genauso viele Vermisste. Dieses Ereignis bestimmt seit über zwei Wochen die Schlagzeilen der Medien auf der ganzen Welt.
Unser Gast zum Thema « Die Schlagzeilenmacher » ist heute der französische Schriftsteller Régis Jauffret. In seinen Romanen zeigt er das zumeist grausame Abbild der heutigen Gesellschaft auf.
Bereits in « Streng » (Piper, 2011) schilderte er den Mord an dem französischen Banquier Edouard Stern – aus Sicht der Mörderin. Mit seinem neuester Roman « Claustria », in dem er den Fall Fritzl aufgreift und in allen Details schildert, sorgt er in Frankreich für heftige Diskussionen.
Die Schauspielerin und Theater-Regisseurin Judith Bernard erläutert, woher unsere Faszination für schockierende Geschichten kommt.
Christophe Barbier, Redaktionsleiter der französischen Zeitung « L’Express » analysiert anschließend, welche Zutaten man heutzutage benötigt, um Schlagzeilen zu schreiben.
Natürlich ist das Unglück der « Costa Concordia » nicht das erste in der Schifffahrtsgeschichte. Bruno Gaudenzi in seiner Rubrik « Zeit im Wandel » über den Schiffbruch der « Méduse ».
Diane Lisarelli wirft einen anderen Blick auf die Concordia: 2010 drehte Regie-Altmeister Jean-Luc Godard dort seinen Film "Socialisme".






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