Doch ihre Affäre wird vom Freund des gehörnten Ehemanns, George Grisby , entdeckt. Michael merkt, dass er den zynischen Juristen, die ständig aufeinander rumhacken, nicht gewachsen ist. Er verlässt das Boot in San Francisco. Doch dann lässt er sich von Grisby überreden, dessen Tod zu inszenieren und dafür eine Belohnung von 5.000 Dollar zu kassieren.
Das Geschäft wird zum Desaster, als Grisby tatsächlich ermordet wird und Michael als dringend Tatverdächtiger auf der Anklagebank landet. Sein Anwalt ist ausgerechnet Elsas Mann. Doch es stellt sich heraus, dass der stets über die Affäre informiert war, und nun keine Veranlassung sieht, diesen Fall zu gewinnen ...
Zusatzinformationen
Eine brisante Klatschgeschichte überlagerte 1947 die Erscheinung des Films "Die Lady von Shanghai": Orson Welles, Hauptdarsteller und Regisseur, habe quasi als vergiftetes Abschiedsgeschenk, diesen Film mit seiner Noch-Ehefrau Rita Hayworth inszeniert, um seine Sicht auf ihre Beziehung darzustellen: Ein naiver, romantischer Idealist, der von einer ebenso schönen wie falschen Geliebten in ein Milieu von Haien, Verrätern und Betrügern gezogen wird. Berühmter noch als der Film ist die Schlusssequenz im Spiegelkabinett, bei der die Gesichter in den mannigfachen Spiegelungen erst ihre Maskenhaftigkeit preisgeben, bevor ein Kugelhagel einen Spiegel nach dem anderen zerstört.
Die Produktionsgeschichte des Films ist - wie fast immer bei Welles - kompliziert gewesen. Nach den kommerziellen Reinfällen von "Citizen Kane" und "The Magnificent Ambersons" konnte Welles den Film nur durch die Zusage seiner Frau finanzieren. Gleichzeitig war die Besetzung Rita Hayworths als herzlose Femme fatale ein Wagnis, das der Studioboss Harry Cohn nur ungerne einging.
Als Welles den Film dann mit einer Länge von fast zweieinhalb Stunden ablieferte, ließ Cohn umschneiden, nachdrehen und die Premiere um zwei Jahre verschieben, um seinen wertvollen Star nicht zu sehr zu beschädigen. Das Resultat ist ein trotz aller Eingriffe einzigartiger Film Noir, der die klaustrophobischen Settings der Schwarzen Serie meidet und moralischer und zorniger - sichtbar etwa in der Schlusssequenz - ist, als die resignativen Filme seiner Zeitgenossen.





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