Der Versicherungsdetektiv Jim Riordan wird mit dem Fall beauftragt. Ihn irritiert Andresons Wehrlosigkeit, von welcher man ihm berichtet und er beschließt, den Fall aufzurollen, obwohl für die Versicherung nur eine kleine Summe auf dem Spiel steht. Ein Zimmermädchen, die den "Schweden" einst vom Selbstmord abgehalten hatte und von ihm zur Alleinerbin eingesetzt wurde, erzählt Riordan von einer mysteriösen Frau, die den Boxer einst in die Verzweiflung getrieben habe.
Riordans Recherchen führen ihn nach Philadelphia, wo er den Polizisten Sam Lubinsky trifft, der einzige Freund des "Schweden". In Rückblenden wird gezeigt, wie Andreson sich als junger Boxer im wahrsten Sinne des Wortes "durchschlägt", bis ein Handbruch seiner Karriere ein jähes Ende bereitet - er verliebt sich in Kitty Collins, die Gespielin des Gangsters Jim Colfax und gerät in einen Strudel des Verbrechens ...
Drehbuch nach einer Erzählung von Ernest Hemingway
Mit "Die Killer" schuf das Filmteam um den deutschen Emigranten Robert Siodmak einen der emblematischen Filme der "Schwarzen Serie" Hollywoods. Die Autoren - neben Anthony Veiller die weltberühmten Regisseure John Huston ("Der Malteser Falke") und Richard Brooks ("Kaltblütig"), die allerdings aufgrund ihrer Verträge mit anderen Studios nicht im Abspann genannt werden durften - bedienten sich für das Drehbuch einer Kurzgeschichte Hemingways, wobei die Kurzgeschichte sich nur mit den ersten fünf Minuten des Films deckt.
Das Bild des gebrochenen, widerstandslos seinem Schicksal ergebenen Mannes, der einen Fehler gemacht hat - nämlich sich in eine unergründlich amoralische Frau zu verlieben - ist für viele Kommentatoren der Schlüssel zum Verständnis des Film Noir. So lautet die gängigste soziologische Erklärung für das Aufkommen der "Schwarzen Serie", dass die durch den Zweiten Weltkrieg zutiefst erschütterte und verunsicherte Männlichkeit sich mit ihren Traumata befasst: Helden sind überflüssig geworden, die Frauen haben das Ruder übernommen, während die Männer müde und gebrochen ihre Wunden lecken. In "Die Killer" ist das in der Figur des gescheiterten, verratenen Boxers wiederzufinden, der zu naiv und einfältig für die Welt ist, in der er lebt.
Dauerhaften Ruhm brachte dem Film die hochkarätige Besetzung: Burt Lancaster ist hier in seiner ersten Rolle zu sehen. Seine akrobatischen Bewegungen und die Sinnlichkeit seiner Liebesszenen mit Ava Gardner verleihen dem Film eine bis auf den heutigen Tag schimmernde Präsenz. Standbilder aus dem Film - Ava Gardner im kleinen Schwarzen, oder der berühmte Kuss zwischen Gardner und Lancaster - zieren nach wie vor viele Cineastenwände. Beide Hauptdarsteller wurden nach dem Film zu Weltstars. Auch William Conrad, der den feisten Killer Max spielt, ist später durch seine Film- und TV-Auftritte, insbesondere in der Serie "Jake und McCabe - Durch dick und dünn", ein internationaler Star geworden.





per E-Mail verschicken













RSS
Facebook
Twitter

