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Freitag, 28. September 2007 um 20.40 Uhr - 27/09/07

Die Frau vom Checkpoint Charlie (1/2)

Fernsehfilm in zwei Teilen


Sara Bender, eine junge und selbstbewusste Frau, wird 1982 in der DDR wegen versuchter Republikflucht zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Vorzeitig entlassen, wird sie in den Westen abgeschoben und beginnt einen erbitterten Kampf um ihre beiden Kinder...

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Frühjahr 1982: Sara Bender, die mit ihren neun- und elfjährigen Töchtern Silvia und Bine in Erfurt lebt, will ihren Kollegen Peter Koch heiraten. Zur Trauung soll auch Saras Vater Johannes aus dem Westen anreisen - doch er verunglückt schwer bei Helmstedt auf der Autobahn. Die Trauung wird vorerst abgesagt. Als die besorgte Sara ihren Vater im Krankenhaus aufsuchen will, verweigern ihr die DDR-Behörden die Ausreiserlaubnis - denn Sara Bender ist eine potentielle Staatsfeindin. Sie sagt offen ihre Meinung zum System und eckt damit immer wieder an. Sara ist voller Trauer, als ihr Vater kurz darauf stirbt. Und in ihr reift der Wunsch, die DDR für immer zu verlassen. Sie überredet ihren Freund Peter schließlich, ebenfalls einen Ausreiseantrag zu stellen. Daraufhin haben Sara und ihre Töchter unter Repressalien zu leiden: sie verliert ihre gute Position in ihrem Betrieb, den Kindern wird die schulische Entwicklung verbaut. Für Sara ein weiteres Zeichen, dass es für sie in der DDR keine Zukunft mehr gibt. Als ihr Ausreiseantrag abgelehnt wird, will sie das nicht akzeptieren. Sie denkt an einen illegalen Weg, nicht ahnend, was dies für ihre Zukunft bedeuten wird...

Der Regisseur Miguel Alexandre, geboren 1968 in Faro / Portugal, studierte Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen in München. Sein Kurzfilm "About War" erhielt eine Oscar-Nominierung für den besten ausländischen Studentenfilm. 1995 beendete er sein Studium mit dem Fernsehspiel "Nana". Seitdem arbeitet er als Regisseur, Produzent und Autor in Hamburg. 1996 wurde er für seinen "Der Pakt" mit dem Goldenen Löwen und dem TeleStar als bester Nachwuchsregisseur ausgezeichnet. Es folgten viele erfolgreiche Fernsehfilme wie "Schutzengel gesucht" (2001) und "Geheimnis des Lebens" (2002). Seinen ersten Kinofilm "Gran Paradiso" konnte man im Jahre 2000 auf der Leinwand betrachten. Zurzeit arbeitet er an der Fernsehfilmproduktion "Zeit der Schlange". "Die Frau vom Checkpoint Charlie" ist ein bewegendes Drama, das den Zuschauer in die Zeit des Kalten Krieges zurückversetzt.

Veronica Ferres wurde am 10. Juni 1965 in Solingen geboren und studierte Theaterwissenschaften in Wien. Im Fernsehen, Theater sowie im Kino hat sie bereits mit einem breiten Rollenrepertoire ihre schauspielerischen Fähigkeiten bewiesen.
Zuerst sah man sie 1987 in Ulf Miehes "Der Unsichtbare". 1992 wirkte sie in Helmut Dietls erfolgreicher Satire "Schtonk" und an der Seite von Robert Atzorn in der Fernsehserie "Unser Lehrer Doktor Specht" mit. Neben einigen Rollen im "Tatort" sah man sie 1996 in Sönke Wortmanns "Das Superweib" und ein Jahr später in Helmut Dietls "Rossini". Es folgte 1999 eine Hauptrolle in "Jacks Baby" (Regie: Jan Josef Liefers) und 2001 "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" (Regie: Heinrich Breloer), in der sie die Nelly Kröger Mann spielte. 2005 sah man Veronica Ferres außerdem in "Kein Himmel über Afrika" (Regie: Roland Suso Richter). Als letztes konnte man ihre Auftritte in Dieter Wedels "Mein alter Freund Fritz" und Vivian Naefes "Die wilden Hühner und die Liebe" verfolgen.
Für ihre Rolle als Nelly Kröger Mann erhielt Veronica Ferres im Jahre 2002 den Adolf-Grimme-Preis und den Bayerischen Fernsehpreis. Außerdem im selben Jahr die Goldene Kamera für ihre schauspielerische Leistung in "Bobby" (2002, Regie: Vivian Naefe) und den Romy Gala Preis als beliebteste Schauspielerin. 2004 folgte nochmals der Bayerische Fernsehpreis für ihre Hauptrolle in "Annas Heimkehr" (2003, Regie: Xaver Schwarzenberger) und 2005 bekam sie den Bambi als beste Schauspielerin.

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Die Frau vom Checkpoint Charlie
Fernsehfilm, Deutschland 2006, MDR / ARTE, Erstausstrahlung, 89 Min.
ARTE strahlt diesen Film auch in einer Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte aus.
ARTE strahlt diesen Film auch in einer untertitelten Fassung für Hörgeschädigte aus.
Regie: Miguel Alexandre, Drehbuch: Annette Hess, Kamera: Jörg Widmer, Musik: Dominic Roth, Kostueme: Ingrid Zoré, Redaktion: Jana Brandt, Andreas Schreitmüller, Schnitt: Andreas Herzog; Maske: Jeanette Latzelsberger, Tanja Straub, Astrid Mariaschk; Ton: Eric Rueff, Produktion: UFA-Fernsehproduktion
Mit: Veronica Ferres (Sara Bender), Maria Ehrich (Silvia Bender), Elisa Schlott (Sabine Bender), Peter Kremer (Peter Koch), Filip Peters (Richard Panter), Cristin König (Eva Landmann), Tom Quaas (Gerd Landmann), Michael Schenk (Hans Wimpel), Peter Franke (Johannes Bender), Peggy Lukac (Marlene Engel), Winnie Böwe (Britta Sandfuß)

Erstellt: 07-09-07
Letzte Änderung: 27-09-07