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Porträt

ARTE widmet dem Regisseur anlässlich seines 20. Todestages einen Schwerpunkt und gibt Einblick in sein Schaffen. Interaktive Animation.

Porträt

Geraubte Küsse

(Baisers volés)
Frankreich 1968
 
Fortsetzung der Hommage an François Truffaut und seinen Fetisch-Schauspieler Jean-Pierre Léaud! In „Geraubte Küsse“ spielt Léaud wieder Antoine Doinel, diesen schüchternen, sanften Rebell, dem Truffaut fünf Filme gewidmet hat.
 
Antoine Doinel wird wegen charakterlicher Unbeständigkeit aus der Armee entlassen, für die er sich eigentlich drei Jahre verpflichtet hatte. Aber er war nie auch nur einem Marschbefehl gefolgt. Endlich wieder in zivil geht er als erstes ins Bordell, wo er gut bekannt zu sein scheint.
 
Geraubte KüsseMit seiner Freundin Christine hat er bisher nur eine platonische Beziehung. Christines Vater verhilft ihm zu einer Arbeit als Nachtportier in einem kleinen Hotel am Montmartre. Dort wird er durch eigene Dummheit in ein handfestes Ehedrama verwickelt, bei dem auch Hotelinventar zu Bruch geht, und wird sogleich wieder entlassen. Später versucht er sich als Privatdetektiv. Doch statt den Geschäftsmann zu beobachten, verliebt er sich in dessen Frau. Antoine ist hin- und hergerissen zwischen der attraktiven Mme Tabard und Christine, die nur scheinbar gleichgültig ist.
 
Geraubte KüsseFortsetzung der leichtherzigen Chronik der Erlebnisse Antoine Doinels. 1968 ist Antoine Doinel etwa 21 Jahre alt, ein junger Mann ohne Ambitionen und Überzeugungen, der das Leben ein wenig leicht nimmt, beruflich wie privat.
 
Seit seinen filmischen Anfängen („Les Mistons“) hat sich Truffaut für die Jugend und ihre Konflikte mit den Normen der Gesellschaft interessiert und Sympathie gezeigt für Individuen, die gewöhnlich als „asozial“ galten. Inspiriert durch seine eigene schwierige Jugend zwischen Reforminternat und Armeegefängnis schuf Truffaut (1932 - 1984) die Figur des Antoine Doinel, einer, der sich, scheinbar gleichgültig, seine Freiheit bewahrt, weil er sich nicht vereinnahmen lässt.
 
ARTE setzt die Doinel-Reihe am 15. April 2002 mit „Tisch und Bett“ fort. Es folgt ein weiterer Film mit Jean-Pierre Léaud in der Hauptrolle „Zwei Mädchen aus Wales und die Liebe zum Kontinent“.
 
Regie: François Truffaut
Buch: Claude de Gibray, François Truffaut
Kamera: Denys Clerval
Schnitt: Agnès Guillemot
Musik: Antoine Duhamel
Chanson „Que reste-t-il de nos amours?“ von Charles Trenet
Produzent: François Truffaut, Marcel Berbert
Produktion: Les Films du Carrosse/Les Productions Artistes Associés
Mit: Jean-Pierre Léaud (Antoine Doinel), Claude Jade (Christine Darbon), Delphine Seyrig (Fabienne Tabard), Michel Lonsdale (Goerges Tabard), Danile Caccaldi (Lucien Darbon), Claire Duhamel (Mme Darbon), André Falcon (M. Blady)

Erstellt: 24-09-04
Letzte Änderung: 10-02-02


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