Kinostart 09. März 2006 - 08/03/06
Der rosarote Panther
Ein Film von Shawn Levy
Der legendäre rosarote
Panther ist zurück!
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USA 2006, 95 Min.
Mit Steve Martin, Kevin Kline, Jean Reno, Emily Mortimer, Beyoncé Knowles
Synopsis: Frankreichs berühmtester Fußballtrainer wird nach dem Sieg noch im Stadion ermordet. Sein Glücksbringer, ein Diamant mit dem rosaroten Panther als Emblem ist verschwunden. Zeugen gibt es nicht. Polizeipräsident Dreyfus (Kevin Kline) lässt seinen schusseligsten Inspektor ermitteln, da er sich durch dessen Scheitern persönliche Vorteile sichern will: Clouseau (Steve Martin) der Schrecken aller - nicht nur der Gauner - ist zurück!
Kritik: Die Legende vom Pink Panther begann vor 43 Jahren, als Regisseur Blake Edwards seinen Film THE PINK PANTHER drehte, und Peter Sellers als Inspektor Clouseau besetzte. Dieser spielte – in diesem Film und den Sequels - den seltsamen Inspektor so leidenschaftlich und überzeugend, dass Clouseau die Rolle bleiben sollte, mit der er sich in das Gedächtnis der Zuschauer spielte. Es ist wichtig, diese Informationen dieser Kritik vorauszuschicken, denn selbstverständlich gibt es einige Menschen, die sich ein Remake mit einem anderen Hauptdarsteller nicht vorstellen können und wollen. Der neue Film sei daher nur denjenigen empfohlen, die neugierig darauf sind, wie ein Remake eines Comedyklassikers heute aussehen kann. Der unvergessliche Titelsong von Henri Mancini ist ebenso Bestandteil des Remakes wie ein neuer, animierter Cartoon um den Pink Panther, der den Vorspann des Films illustriert.
Steve Martin, der die legendäre Rolle des Inspektor Clouseau von Peter Sellers übernommen hat, weiß um seine Verantwortung. Er kennt die Grenzen seiner geerbten Rolle sehr gut und füllt den Freiraum, der ihm zusteht mit einer hervorragenden Performance. Dabei nimmt er sich Stummfilmkomiker zum Vorbild. Sein Humor funktioniert eher physisch als verbal. Wobei es auch da einige sehr hübsche Ausnahmen gibt. Clouseau muss für seine Ermittlungen nach Amerika reisen, und nimmt zur Vorbereitung Sprachunterricht. Ein einfacher Satz wie „I would like to buy a hamburger“ führt zu den komischsten sprachlichen Verrenkungen. Die deutsche Synchronisationsfassung ist gewöhnungsbedürftig, da der nachgemachte französische Akzent übertrieben künstlich wirkt. Die weiteren Rollen – allen voran Polizeiinspektor Dreyfus (Kevin Kline), Clouseaus Gehilfe, Gendarm Ponton (Jean Reno) und die Sekretärin Nicole (Emily Mortimer) sind sehr gut besetzt. Jean Reno besticht durch sein extrem zurückgenommenes Spiel, das gerade in seiner Reduziertheit komisch wirkt, Emily Mortimer mimt überzeugend die etwas übereifrige Sekretärin, die es immer zu gut mit Clouseau meint.
An schrulligen und wirklich doofen Ideen, steht der neue PINK PANTHER seinen Vorgängern in nichts nach: Clouseau gelingt es etwa, in wenigen Minuten das Badezimmer der Suite im Waldorf Astoria komplett zu zerstören, weil seine Viagra-Pille im Waschbecken verschwunden ist, währenddessen eine wunderschöne Lady in der Suite auf ihn wartet. Er tritt solange mit den Worten „Gib sie wieder her!“ gegen das Wasserrohr, bis er es demoliert und das Wasser herausschießt. Nach einiger Zeit hat man als Zuschauer die unterhaltsame Aufgabe sich auszudenken, was er denn Seltsames mit den Gegenständen anfangen wird, wenn diese ins Bild geraten. Gardinen, ein Globus, ein flambierter Cocktail, ein Marktstand, der Hund einer alten Frau – Möglichkeiten gibt es viele. Clouseau gelingt es, diese durch seine Schusseligkeit auf die merkwürdigsten Arten zu zerstören – ein großer Spaß.
Nana A.T. Rebhan
Erstellt: 07-03-06
Letzte Änderung: 08-03-06