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KurzSchluss

"KurzSchluss - Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt - und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews.

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Freitag 10. Dezember 2004 um 15.15 - 06/12/04

Der Schatten des Saturn

Buch und Regie: Jean-Charles Fitoussi
Kamera: Sébastien Buchmann
Ton: Jérôme Ayasse
Schnitt: Valérie Loiseleux
Mischung: Jean Pierre Laforce, Gioacchino Rossini
Produzenten: Michel Klein, Jérôme Larcher
Produktion: Les Films Hatari/ARTE
Mit : Laurent Talon, Jean Claude Passera, Frédéric Bonpart, Alfred Caboche, Christelle Prot, Pierre Léon
Kurzfilm, Frankreich 2003, 37 Min.
Original mit Untertiteln, Erstausstrahlung
 
 
Laurent besucht seinen Vater im nördlichen Frankreich. Dieser lebt allein in den Wäldern und hat nur noch eine Idee im Kopf: Er will seine sechs Kinder umbringen, um ihnen das Elend des Lebens zu ersparen und den Fehler ihrer Zeugung wieder gutzumachen, denn ihm zufolge ist vom Leben überhaupt nichts zu erwarten. Die Götter – und mit ihnen der alte Bauer Alfred Caboche – sehen das jedoch ganz anders…
 
Der junge Regisseur Jean-Charles Fitoussi liefert mit diesem Kurzspielfilm einen zugleich poetisch-surrealen und ernüchternd realistischen Ausflug in die existentiellen Fragen der Menschheit: Lohnt es sich zu leben? Oder sind wir nur nutzlose Rädchen im Getriebe eines primitiven Systems, dessen einziger Sinn es ist, sich selbst zu erhalten? Desillusion und Lebensfreude stehen sich hier gegenüber und geben Einblick in zwei radikal unterschiedliche Lebensphilosophien. Dabei lässt der mitunter absurd anmutende Handlungsrahmen viel Platz für unerwartete Wendungen und eine ausgeprägte Situationskomik, die aus diesem Film ein kleines Meisterwerk machen.
 
„Im Schatten des Saturn“ lief auf dem diesjährigen Festival von Cannes in der Reihe „Quinzaine des réalisateurs“ und entstand im Rahmen der Serie „Porträts“, die von ARTE koproduziert wurde. 
 
Der 1970 im französischen Tours geborene Jean-Charles Fitoussi wurde von seinem kinobegeisterten Vater schon früh zum Filmemachen gebracht und drehte so seinen erste Gangstergeschichte im zarten Alter von 8 Jahren. Nach einem Studium der Philosophie, Architektur und Bildenden Künste realisierte er 1994 den erfolgreichen Kurzfilm „Aura été“, dessen Titel er für seine eigene Produktionsfirma übernahm. Mit „Les jours où je n’existe pas“ lieferte er 2003 seinen ersten abendfüllenden Spielfilm.

Erstellt: 21-09-04
Letzte Änderung: 06-12-04