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Kino auf ARTE - 22/06/12

Der Exorzist

(The Exorcist)
Spielfilm, USA, 1973, ARTE F, 127 Min.
Regie: William Friedkin, Autor: William Peter Blatty, nach dem gleichnamigen Roman von William Peter Blatty, Kamera: Owen Roizman, Billy Williams, Musik: Krzysztof Penderecki, Hans Werner Henze, Anton Webern, George Crumb, Jack Nitzsche, Schnitt: Norman Gay, Jordan Leondopoulos, Produktion: Warner Brothers, Hoya Productions, Produzent: Noel Marshall
Mit: Ellen Burstyn (Chris MacNeil), Max von Sydow (Pater Lancaster Merrin), Jason Miller (Pater Damian Karras), Lee J. Cobb (Lieutenant William Kinderman), Linda Blair (Regan MacNeil), Kitty Winn (Sharon Spencer), Jack MacGowran (Burke Dennings)

Die Schauspielerin Chris MacNeil kommt mit ihrer zwölfjährigen Tochter Regan für Dreharbeiten von Hollywood nach Washington D. C. und bewohnt dort eine Stadtvilla. Eines Nachts wird sie von lauten Geräuschen auf dem Dachboden geweckt und glaubt zunächst, es handelt sich um Ratten. Doch es werden keine Tiere in den aufgestellten Fallen gefunden.
Langsam beginnt die kleine Regan, sich sonderbar zu verhalten. Das sonst so wohlerzogene und lebensfrohe Mädchen fängt an zu fluchen und zu schreien. Als das Kind nicht mehr Herr seines eigenen Körper ist und von unsichtbarer Hand hin und her geschleudert wird, erwägt die Mutter, einen Exorzisten zur Hilfe zu holen. Zwei Jesuiten nehmen sich dem mittlerweile verunstalteten und gepeinigten Mädchen an.



Auf einer irakischen Ausgrabungsstätte entdeckt der Jesuitenpater Lancaster Merrin eine Dämonenfigur. Während er mit einem Kollegen über den Fund spricht, bleibt plötzlich eine Pendeluhr stehen. Merrin ist beunruhigt und reist kurz darauf zurück nach Washington D. C.
Ganz in der Nähe wohnen auch die Schauspielerin Chris MacNeil und ihre zwölfjährige Tochter Regan in einer großzügigen Stadtvilla mit Hausangestellten. Eines Nachts wird Chris von lauten Geräuschen auf dem Dachboden geweckt und vermutet dort Ratten. Doch die aufgestellten Fallen bleiben leer, und eine Ratte wird nie entdeckt. Stattdessen fängt die Tochter an, sich sonderbar zu verhalten. Das sonst so wohlerzogene Mädchen beginnt zu fluchen und zu schreien. Als plötzlich Regans Bett von unsichtbaren Kräften herum gerüttelt wird, begreift Chris, dass es sich nicht um eine psychische Erkrankung ihrer Tochter handelt, sondern andere, übernatürliche Mächte am Werk sind.
Verzweifelt holt sie sich Rat bei dem Jesuitenpater Damien Karras, der zusammen mit Pater Lancaster Merrin schließlich ein exorzistisches Ritual durchführt.

Mit "Der Exorzist" gelang William Friedkin ein filmhistorisches Meisterwerk, das bis heute die Zuschauer in Atem hält. Der perfekt inszenierte Psychoschocker setzt auf Angst und Schrecken. Der Film ist einer der größten Filmerfolge der 70er Jahre. Bereits die Romanvorlage von William Peter Blatty war ein Bestseller und beruht auf einem tatsächlichen Fall von Exorzismus.
Mit allen Mitteln des Horrorfilmgenres wird die vollständige Erklärbarkeit der Welt durch die Wissenschaft eindrucksvoll infrage gestellt. Das von einem Dämon gepeinigte Mädchen ist nicht mehr Herr seiner Sinne und seines Körpers und wird von der dämonischen Kraft grässlich verunstaltet. Der Mutter wie auch dem Zuschauer werden alle rationalen Erklärungsversuche entrissen, und die Spannung wird bis zum Zerreißen aufgebaut.
William Peter Blatty schrieb 1971 den gleichnamigen Roman und feierte durch die Veröffentlichung weltweit seinen Durchbruch. Wenig später verfasste er auf Basis der Romanvorlage das Drehbuch und wurde dafür unter anderem mit dem Oskar und dem Golden Globe ausgezeichnet.
"Der Exorzist" gewann zudem einen Oskar in der Kategorie "Bester Ton" und weitere drei Golden Globes für die beste Regie, den besten Spielfilm und für Linda Blair als beste Nebendarstellerin.

Der Exorzist
Montag 2. Juli 2012 um 22.15 Uhr
Keine Wiederholungen
(USA, 1973, 100mn)
ARTE F

Erstellt: 22-06-12
Letzte Änderung: 22-06-12