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Kino-News

Schön anzuschauende, aber oberflächliche Verfilmung des Colette-Romans, mit großen Schauspielern, die in schönen Kostümen amüsante Dialoge sprechen.

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Kinostart 29. September 2005 - 28/09/05

Denn sie wissen nicht, was sie tun

Ein Film von Nicholas Ray


Noch heute einer der größten Filmklassikern Hollywoods,
der James Dean zu einer unsterblichen Legende machte

Synopsis: Als der notorische Schulversager Jim Stark (James Dean) mit seinen Eltern nach Los Angeles zieht, legt er sich mit einer Gruppe von gleichaltrigen Halbstarken an, die ihn zu einer lebensgefährlichen Mutprobe herausfordern. Ihr Anführer stirbt dabei, seine Freundin (Natalie Wood) fühlt sich zu dem Außenseiter hingezogen. Gemeinsam mit Plato (Sal Mineo) verstecken sich die drei Jugendlichen in einem abgelegenen Haus vor der Polizei.

Kritik: Soll man anlässlich des 50. Todestages von James Dean „Rebell without a cause“ als Wiederaufführung im Kino sehen oder als opulent ausgestattete DVD-Spezialedition in der Glotze? Am besten beides!

Denn um das Phänomen der unsterblichen Jugendikone zu verstehen, muss man erst auf der großen Leinwand aus nächster Nähe erleben, wie James Dean als betrunkener Charmeur auf dem Polizeirevier randaliert, Auseinandersetzungen voller Mitleid und Verachtung mit seinem schwächlichen Vater führt oder im Spiel mit einem aufziehbaren Spielzeugäffchen der Vergeblichkeit des eigenen Tuns entgegenblickt. Mag sein, dass aus heutiger Sicht einige der Konflikte zwischen Eltern- und Jugendgeneration überholt wirken - die Magie seiner in zahlreichen Spontanimprovisationen offenbarten Coolness, die der großartige Nicholas Ray dem damals erst 23-Jährigen vor der Kamera entgegen damaliger Regisseurs-Gepflogenheiten gewährte, ist es nicht.

Bis heute steht James Dean für den Prototyp des unverstandenen, romantischen Außenseiters, der erst in der direkten physischen Reibung mit Institutionen, Eltern und Widersachern sein wahres Wesen entfalten kann. „Rebell without a Cause“ war zunächst eine gleichnamige Studie des amerikanischen Psychologen Dr. Robert Lindner über einen kriminell und psychopathischen Jugendlichen, die im sittenstrengen Amerika der Nachkriegsjahre 8 Jahre unter Verschluss blieb, bis Nicholas Ray das Thema aufgriff. So Moral zersetzend erschien Warner das Filmprojekt, dass die Dreharbeiten nach kurzer Zeit wieder eingestellt wurden. Studiointern wurde darüber gestritten, ob die das jugendliche Publikum nicht erst durch den Anblick von Messerstechereien und Autorennen zu solchen Verbotsüberschreitungen animiert würde. Auch die Sittenwächter von McCarthy warfen ein strenges Auge auf das Projekt. Doch die überwältigenden Reaktionen bei Testvorführungen – kommerzielle Beweggründe also – gaben den Ausschlag, den Film in Technicolor zu Ende zu drehen.

Hätte sich James Dean nicht am Steuer seines Porsche 550 Spider wenige Wochen vor der Uraufführung von „Rebell without a Cause“ in New York das Genick gebrochen, wäre der Film trotz der außergewöhnlichen Schauspielleistung eines junges Mannes möglicherweise nur als überdurchschnittliches B-Movie im filmgeschichtlichen Gedächtnis vermerkt worden. So aber wuchs James Dean mit mit „Rebell…“ als herausragendster unter nur drei Filmen zum überlebensgroßen Idol einer ganzen Generation orientierungsloser, unverstandener halbstarker Jugendlicher. Nicht zuletzt auch deshalb, weil er wenige Wochen vor seinem Tod sich in einem Werbespot für Verkehrssicherheit Augen zwinkernd mit dem Rat an seine Altersgruppe wandte: „Übertreiben sie es nicht beim Autofahren. Das Leben, das sie retten, könnte meines sein!“ Um dann anschließend, nur zwei Stunden vor seinem Tod, wegen überhöhter Geschwindigkeit von der Polizei verwarnt zu werden.

Martin Rosefeldt

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Denn sie wissen nicht, was sie tun
(Rebell withiut a cause)
Regie: Nicholas Ray
Drehbuch: Stewart Stern/Irwing Shulman
Darsteller: James Dean, Nathalie Wood, Sal Mineo, Dennis Hopper u.a.
USA, 1955, 111’

Erstellt: 27-09-05
Letzte Änderung: 28-09-05