In dem Video Dead Sea schwimmen 500, zu einer Spirale aufgereihten Wassermelonen. Der Titel des Videos deutet auf den mythischen Ort hin, wo die Aufnahme stattfand. Ein langer Zoom-out läßt innerhalb dieser Kette den Körper einer Frau, Sigalit Landau selbst, zum Vorschein kommen. Die Kamerafahrt geht weiter und man entdeckt die blutrote Farbe des Fruchtfleisches einiger aufgerissener Melonen. Während die Spirale sich auftrennt, folgt der treibende Körper Sigalits der Bewegung der Früchte, bevor er verschwindet und nur das dunkle Grau des mit Salz gesättigten Wassers des Toten Meeres zurückläßt. Es ist fast unmöglich dem Zauber der plastischen Schönheit des Films zu entkommen. Der Körper der Künstlerin wirkt wie eine sinnliche Einladung, wie ein verbindendes Element zwischen zwei Zuständen, dem Grün der Hoffnung und der Gewalt und Erotik der blutroten Wassermelonen. Doch die Künstlerin ist wie leblos und jeglichem zeitlichen Vergnügen, jeglicher Gewalt ,verschlossen. Das Wasser, alleiniger Gebieter, reißt alles mit sich und taucht uns Schritt für Schritt in ein Gefühl von Abwesenheit und Alleinsein.
Die Gleichzeitigkeit von lebensfeindlicher Umgebung, Verletztheit, Ausgeliefertsein und Schönheit macht das Video zu einer beeindruckenden Metapher einer paradoxen Situation.







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