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Kino auf ARTE - 15/05/12

Das letzte Schweigen

Spielfilm, Deutschland, 2010, ZDF, 110 Min.
Regie: Baran Bo Odar, Drehbuch: Baran Bo Odar, Autor: Jan Costin Wagner, Kamera: Nikolaus Summerer, Musik: Kris Steininger, Michael Kamm, Schnitt: Robert Rzesacz, Produktion: cine plus Filmproduktion GmbH, luethje & schneider film, ZDF - Das kleine Fernsehspiel, ARTE, Produzent: Jörg Schulze, Frank Evers, Florian Schneider, Maren Lüthje
Mit: Ulrich Thomsen (Peer Sommer), Wotan Wilke Möhring (Timo Friedrich), Burghart Klaußner (Krischan Mittich), Katrin Sass (Elena Lange), Sebastian Blomberg (David Jahn), Karoline Eichhorn (Ruth Weghamm), Roeland Wiesnekker (Karl Weghamm), Claudia Michelsen (Julia Friedrich), Oliver Stokowski (Matthias Grimmer), Jule Böwe (Jana Gläser), Anna Lena Klenke (Sinikka)

Sommer 2009, irgendwo am Rand einer deutschen Stadt. Die Hitze liegt wie eine Glasglocke über den Einfamilienhäusern. Das Verschwinden eines 13-jährigen Mädchens ruft die Erinnerung an ein ungesühntes Verbrechen vor 23 Jahren wach. Ein Alptraum: fünf Tage, die eine Kleinstadt aus der sommerlichen Idylle schrecken.



Auf den Tag genau 23 Jahre nach dem Mord an einem kleinen Mädchen verschwindet an derselben Stelle wieder ein Mädchen, die 13-jährige Sinikka. Entsetzen lähmt die sommerlich heiße Kleinstadtidylle. Für Sinikkas Eltern beginnt das verzweifelte Warten, für die Mutter der damals ermordeten Pia kehrt die schreckliche Vergangenheit zurück. Auch den seinerzeit ermittelnden Kommissar Mittich hat der Fall, den er nie aufklären konnte, in all den Jahren nicht losgelassen.
Inzwischen ist er pensioniert, bittet aber seinen jungen Nachfolger David Jahn darum, bei der Aufklärung des neuen Falls mithelfen zu dürfen. Beide, Mittich wie Jahn, sind davon überzeugt, dass es sich in beiden Fällen um denselben Täter handelt, und beide kämpfen gegen den offiziell zuständigen Ermittler Matthias Grimmer an, der sich weigert, die Parallelen der Fälle zur Kenntnis zu nehmen.
Am heftigsten erschüttert ist jedoch Timo Friedrich, der vor 23 Jahren Mittäter des Verbrechens war - und die Tat dann erfolgreich verdrängt hat. Bis heute. Plötzlich zeigt sich mit aller Macht, wie zerbrechlich und unberechenbar das Leben ist - für die Täter und die Ermittler.

Nach seiner Premiere beim Filmfest München 2010 wurde "Das letzte Schweigen" von internationalen Festivals weltweit ausgewählt und war in Deutschland und in Frankreich (unter dem Titel "Il était une fois un meurtre") auch im Kino zu sehen.
Der Film erhielt bei der Buchmesse Frankfurt den Preis als beste Literaturverfilmung 2010. 2011 gab es dann den Preis der Jury des Festivals du Film Policier in Beaune und den Publikumspreis des FernsehKrimi-Festivals in Wiesbaden. "Das letzte Schweigen" ist Baran Bo Odars Langfilmdebüt.
Baran Bo Odar (Regie & Drehbuch) wurde 1978 in der Schweiz geboren und wuchs in Erlangen auf. Von 1998 bis 2006 studierte er Film- und Fernsehspielregie an der Hochschule für Fernsehen und Film München, schloss dort auch die Masterclass "Werbung und Imagefilm" ab und absolvierte ein Regiepraktikum bei Doris Dörries Spielfilm "Nackt". 2003 nahm er am Berlinale Talent Campus teil, 2005 lief sein Kurzfilm "Quietsch" auf der Berlinale. Nach diversen Kurzspiel- und Kurzdokumentarfilmen drehte Baran Bo Odar 2006 seinen ersten mittellangen Spielfilm "Unter der Sonne", für den er den Studio Hamburg Nachwuchspreis und den Starter Filmpreis München erhielt, jeweils für die beste Regie. Darüber hinaus war "Unter der Sonne" 2006 nominiert für den First Steps Award, den Deutschen Kamerapreis und den Max Ophüls Preis.

Das letzte Schweigen
Samstag 26. Mai 2012 um 01.55 Uhr
Keine Wiederholungen
(Deutschland, 2010, 110mn)
ZDF

Erstellt: Tue May 15 11:17:51 CEST 2012
Letzte Änderung: Tue May 15 11:17:51 CEST 2012