Ebenso wie Anne Frank und Victor Klemperer hat auch Petr Ginz seine ganz persönlichen Eindrücke, Beobachtungen und Erlebnisse während des Zweiten Weltkriegs in Tagebüchern festgehalten. Doch erst vor kurzem wurde man weltweit auf den literarisch und auch künstlerisch begabten tschechischen Jungen aufmerksam, der 1944 mit 16 Jahren im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde. Um ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen, nahm der erste israelische Astronaut Ilan Ramon vor drei Jahren jüdische Erinnerungsstücke mit an Bord der Raumfähre Columbia. Darunter befand sich auch Petr Ginz’ Zeichnung „Mondlandschaft“ aus dem Jahr 1942. Es zeigt die Erde, wie er sie sich vom Mond aus betrachtet vorstellt.
Nach der Columbia-Katastrophe kam auch der Name Petr Ginz in die Schlagzeilen, und so erfuhr seine jüngere Schwester Chava Pressburger dass die Tagebücher ihres Bruders entdeckt worden waren. Jahrelang hatten die Notizen unbeachtet auf einem Prager Dachboden gelegen. Chava Pressburger, die heute als erfolgreiche Malerin in Israel lebt, hat dafür gesorgt, dass die einzigartigen Zeitdokumente ihres Bruders in zahlreiche Sprachen übersetzt und veröffentlicht werden. In Deutschland und in Frankreich erscheinen die Aufzeichnungen demnächst unter dem Titel „Petr Ginz - Prager Tagebuch 1941-1942“.
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Buch
Prager Tagebuch 1941-1942von Petr Ginz
Herausgegeben von Chava Pressburger
Erscheint Anfang März auf Deutsch
Berlin Verlag, 2006
ISBN 3-8270-0641-4
>> Weitere Informationen zum Buch
Links>> Moon Landscape drawing by Petr Ginz
>> Special Exhibit in Honor of Israeli Astronaut Col. Ilan Ramon
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Metropolis
Autorin: Simone Reuter
Samstag, den 25. Februar 2006 um 00.30 Uhr
Wiederholung am Sonntag, 26. Februar um 18.05 Uhr
Redaktion: SWR
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