Freitag, 30. Dezember 2011 um 20.15 Uhr - 15/12/11
Clowns
Zum Staunen, träumen, lachen, aber auch nachdenken, bringen sie ihr Publikum - die Clowns, die modernen Poeten des Absurden. Beginnend mit Charlie Chaplin, der das frühe 20. Jahrhundert prägte, bis zu seinem Enkelsohn James Thierrée, der heute mit seinen pantomimischen Auftritten das Publikum begeistert, zeichnet der Dokumentarfilm die Geschichte der Clowns nach. Dabei werden Verwandtschaften, aber auch Brüche, zu anderen Kunstgenres aufgezeigt.
Vom Zirkusclown bis zum modernen Clown - das Spektrum dieser universellen Kunst ist breit. Es reicht von den perfektionistischen Auftritten eines Popow oder Slava bis hin zur slapstickhaften Kunst der Ungeschicklichkeit bei Semianyki und den Fratellinis. Diese Clownsfiguren spielen mit einem Sammelsurium von gebündelter Sinnlosigkeit.
Im Vordergrund des vielfarbigen Mosaiks steht das Komische dieser poetischen Darstellungskunst, deutlich werden aber auch tragische Untertöne. So verblüffen Künstler wie Buster Keaton und Jacques Tati mit ihren komplexen, scharfsinnigen Beobachtungen des menschlichen Seins - sie sind Spötter des Alltags. In ihren Parodien illustrieren sie, was auch Fellini meint, wenn er sagt, Clowns artikulierten das Lächerliche am Menschen.
Warum sprechen uns die zentralen Sujets des Clowns - das Scheitern und das Fiasko - so an? Warum hat der Clown so viele andere Künstler inspiriert? Die Darbietungen von Keaton und Tati wie die vieler anderer herausragender Clowns, darunter Little Tich und Grock, beweisen jedenfalls, dass die Clownerien als Kunst des Vergänglichen unvergänglich sind.
Clowns
Mittwoch 25. Januar 2012 um 03.20 Uhr
Keine Wiederholungen
(Frankreich, 2011, 75mn)
ARTE F
Erstellt: 15-12-11
Letzte Änderung: 15-12-11