24/02/12
Christina Pluhar - Alte Musik meets Jazz
Samstag, 25. Februar 2012 um 17.25 Uhr (WH am 27. 2. um 23.45 Uhr))
Die Musikerin Christina Pluhar ist eine sanfte Revoluzzerin. Das fing schon mit den Instrumenten an, die die gebürtige Grazerin studierte: Harfe, Laute und Theorbe, das altertümliche Saiteninstrument mit dem giraffenlangen Hals – ihr Herz schlägt für die Alte Musik, besonders für die Werke von Monteverdi.
Und sie bricht gerne die Konventionen der geltenden Aufführungspraxis. So hört sie aus Monteverdis Basslinien den Jazz heraus, den groovenden walking bass, und verwandelt damit ein Stück jahrhundertealter Musik in eine swingende, schwebende Jam-Session. "Wer behauptet, authentisch zu sein, ist längst schon auf dem falschen Dampfer", sagt die Musikerin, die mit ihrem Ensemble "L'arpeggiata" und Gast-Stars wie dem Countertenor Philippe Jaroussky einen Preis nach dem anderen gewinnt.
Ihr neuestes Projekt: "Los Pajaros perdidos" (Die verlorenen Singvögel) überspringt die Zeiten und die Kontinente, führt den Hörer zurück an die Wurzeln lateinamerikanischer Musik: barocke Instrumente, Rhythmen und Harmonien, die mit den Spaniern in die Neue Welt kamen. Metropolis trifft Christina Pluhar in ihrer Wahlheimat Paris.
Autorin: Lennart Herberhold
Erstellt: 21-02-12
Letzte Änderung: 24-02-12