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Thomas Belhom "In a frame"/Dominique A "A la suite"
Venus "Squashing"/Peter Vermeersch "Confiscated song"Musikalische Pflichtübungen nach strikten, ja dogmatischen Regeln liegen gegenwärtig im Trend. Zuerst gab es die Initiative „OuMuPo“von Ici d’ailleurs, die auf „OuLiPo“ (Ouvroir de Littérature Potientiel) anspielte: Ein Künstler wählt aus dem Katalog einer Plattenfirma Titel aus und macht aus diesem „Rohstoff“ ein eigenes Werk. Vor kurzem nun legte Cabaret Walter das Projekt „Un cadavre exquis“ vor (Anspielungen auf das berühmte Spiel und das Cabaret Voltaire aus der Dada-Zeit).
Die Regeln sind streng, aber leicht überschaubar: Jeder teilnehmende Musiker (insgesamt 10) muss sein Stück mit den Noten seines Vorgängers beginnen. So gehen die Titel ineinander über und bilden schließlich ein stimmiges Ganzes, das einen weiten Bogen spannt, vom eindringlichen Sound der Songs von Dominique A, Guilhem Granier & Guillaume Beauron (Ex-Madrid), Naïm Amor und Thomas Belhom (hier getrennt) bis zum atmosphärischen Postrock der Dirty Three und The Black Heart Procession.
Mit solchen Teilnehmern konnte das „Gesellschaftsspiel“ nicht enttäuschend ausgehen; es entsteht eine Art Kugel mit 10 Facetten, in denen sich die verschiedenen Stile der einzelnen Musiker spiegeln.
Ebenfalls hörenswert ist der bei Ronda erschienene Sampler „Je suis un étranger“. Hier haben sich Künstler – u.a. Mils, dDamage, lucky.R und Hypo – die Regel auferlegt, Titel zu komponieren, die polnische, japanische, russische, norwegische, bretonische Wortfetzen enthalten.
>> www.ronda-label.com
Emmanuel Dosda
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Cabaret Walter
“Un cadavre exquis”
www.cabaretwalter.com






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