„Wir Chinesen haben eine große Leidenschaft für das Klavier und Chopin war ein Meister des Klaviers. Ich lasse mich oft von den Städten, in die ich reise, inspirieren. Wenn ich Paris sehe, spiele ich Chopin etwas anders als anderswo. Bei seinen ‚Nocturnes‘ etwa denke ich an eine wunderbare Nacht beim Spaziergang an der Seine, hübsche Damen kommen vorbei …“
Der chinesische Star-Pianist LANG LANG machte 2008 mit seinen Aufnahmen der beiden einzigen Klavierkonzerte von Frédéric Chopin Furore.

weiter im März:
Live Konzert aus Warschau • Musik
MO • 1.3.
Chopins Kunst • Dokumentation
MO • 1.3.
Rafael Blechacz spielt Chopin • Musik
SO • 7.3. • 19.15

ARTUR RUBINSTEIN, polnisch-amerikanischer Pianist (1887-1982) und legendärer Chopin-Interpret.
„Am Klavier kam ihm plötzlich der Einfall, ganz sublim, und er hatte Eile, ihn sich vorzuspielen. Dann aber begann die peinlichste Arbeit, die ich jemals gesehen habe. Da war kein Ende von ungeduldigen, unentschlossenen Versuchen, gewisse Einzelheiten des Themas festzuhalten, so wie er sie innerlich gehört hatte. Was er als Ganzes konzipiert hatte, analysierte er bei der Niederschrift zu sehr, und sein Bedauern, dass er es nicht restlos darstellen konnte, stürzte ihn in eine Art Verzweiflung. Er schloss sich ganze Tage in seinem Zimmer ein, lief auf und ab, zerbrach die Federn, wiederholte, änderte einen Takt hundertmal, schrieb ihn und strich ihn ebenso oft wieder aus, ging ihn am nächsten Morgen mit peinlicher und verzweifelter Ausdauer wieder an.“
So beschrieb die Schriftstellerin GEORGE SAND Chopin in ihrer Biografie „Geschichte meines Lebens“ (1865). Seit 1838 war sie seine Geliebte und verlebte mit ihm in dem alten Kartäuserkloster Valldemosa auf Mallorca einen Winter. Die gemeinsame Zeit mit George Sand brachte Chopin Muße und Ruhe zum Komponieren.
„Chopin ist voll von Gesundheit und Stärke; alle französischen Frauen sind nach ihm verrückt und alle französischen Männer sind eifersüchtig. Er ist die Raserei; die Welt wird bald Leute mit neu umgearbeiteten Handschuhen sehen – Handschuhe à la Chopin.“
ANTONI ORLOWSKI über seinen Freund Frédéric Chopin.
„Wieso sind wir berührt von einer Nocturne Chopins oder einem Stück von Pierre Boulez oder einem Präludium von Bach? Wenn es nur ein physisches Phänomen ist, warum sind wir dann emotional berührt? Der Klang hat eine Tendenz zur Stille. Wenn Sie ihn produzieren, müssen Sie ihn halten, sonst fällt er in die Stille. Dieses Prinzip vom Halten des Tones, die Ausdauer, die Beobachtung, wie er anfängt, wie man ihn hält und wie man ihn sterben lässt, das ist es, was eigentlich die ganze Philosophie vom Klang ausmacht. Das wird heute vernachlässigt. Wir beschäftigen uns mit Artikulation, mit Tempo, mit einer gewissen Idee von Modernität, ohne uns mit dem Klang zu beschäftigen.“
Der weltbekannte Dirigent und Pianist DANIEL BARENBOIM wird am 28. Februar in der Philharmonie in Warschau ein Geburtstagskonzert zu Ehren Chopins spielen
„Media vita in morte sumus“ („Mitten im Leben stehen wir im Tode“). Nur die Liebe ermöglicht dem Bewusstsein, diesen Gedanken zu erfassen und sich von ihm zu befreien, nachdem es an ihm gelitten hat. Chopin und Rachmaninow haben jeder auf seine Weise über dieses unergründliche Geheimnis nachgedacht und es durch Musik verklärt.“
Die französische Pianistin HELENE GRIMAUD im Vorwort ihrer 2005 erschienenen CD mit Werken von Chopin und Rachmaninow über ihre Faszination für die Komponisten.
„Ja, dem Chopin muss man Genie zusprechen, in der vollen Bedeutung des Worts; er ist nicht bloß Virtuose, er ist auch Poet, er kann uns die Poesie, die in seiner Seele lebt, zur Anschauung bringen, er ist Tondichter, und nichts gleicht dem Genuss, den er uns verschafft, wenn er am Klavier sitzt und improvisiert. Er ist alsdann weder Pole, noch Franzose, noch Deutscher, er verrät dann einen weit höheren Ursprung, man merkt alsdann, er stammt aus dem Lande Mozarts, Raffaels, Goethes, sein wahres Vaterland ist das Traumland der Poesie.“
HEINRICH HEINE (1797-1856) in „Über die französische Bühne“ 1837. Heine war 1831, im gleichen Jahr wie Chopin, nach Paris gekommen. Sie kannten einander. Chopin liebte Heines geistreiche Natur, lehnte aber dessen Zynismus ab.
„Chopins Walzer zeigen eine gespaltene Persönlichkeit – zwischen Polen und Frankreich hin und her
gerissen war Chopin zeit seines Lebens auf der Suche nach Identität.“
Die deutsch-japanische Pianistin ALICE SARA OTT hat im Herbst 2009 sämtliche Walzer Chopins für ihr erstes internationales Album eingespielt.
ZUSAMMENGESTELLT VON TERESA PIESCHACÓN RAPHAEL






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