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Eine kurze Geschichte des Hinterteils

Perfekte Form oder obzönes Organ?

Eine kurze Geschichte des Hinterteils

Donnerstag, den 3. Februar 2011 um 22 Uhr - 04/02/11

Blickfang Po: eine kurze Geschichte des Hinterteils


Sie können diese Dokumentation kostenlos bis sieben Tage nach der Ausstrahlung (bis Donnerstag, den 10. Februar 2011 um Mitternacht) auf ARTE+7 sehen.

Objekt der Begierde, des Hasses und der Anhimmelung. Die Faszination für den Po als perfekte Form und die Zurückweisung des "Arsches" als obzönem Organ haben seit jeher zu unserer Kultur beigetragen. Doch was versteckt sich hinterm Hintern? Eine außergewöhnliche Dokumentation wagt eine Antwort...


So viele Wendungen, doch keine würde ausreichen, um all die Bilder und Gefühle zu beschreiben, welche sich hinter diesem einen Wort verbergen: Po. Im Laufe der Zeit ist dieses eigentümliche Körperteil zum Studienobjekt für anatomievernarrte Mediziner, nach Ruhm strebenden Malern und Bildhauern auf der Suche nach der verlorenen Klassik geworden.
Das Vaterland, die Ehre, die Freiheit. Keine Rede davon! Das Universum dreht sich um ein Paar Pobacken, das ist alles...
JEAN-PAUL SARTRE
Auch Priester, welche um das Seelenheil der Menschheit bangten, interessierten sich für unser Gesäß. Ebenso wie zwiespältige Anthropologen, welche die Überlegenheit einer Zivlisation aufzuzeigen suchten; in junge Knaben verliebte Videasten; Frauen, die ihre Weiblichkeit verteidigen wollten; rhythmusbegeisterte Tänzer und Tänzerinnen... Sie alle haben versucht, den Po zu beschreiben. Einigen Künstlern ist dies wohl am besten gelungen...

Das Lust- und Kunstobjekt, welches der Po nunmal ist, wird heute in so gut wie allen Museen der Welt ausgestellt. Die üppigen Hüften der Venus von Milo im Pariser Louvre, der athletische Hintern der Ercolo Farnese im Museo Nazionale von Neapel oder auch Rubens' Drei Grazien im Prado von Madrid bezeugen dies.
Doch hat uns die Geschichte eines bewiesen: Der Po ist keine europäische Erfindung. Er ist, im wahrsten Sinne des Wortes, einfach universell.

BLICKFANG PO

Regie: Caroline Pochon und Allan Rothschild

Eine ARTE France - Un monde meilleur Koproduktion

Frankreich (2009, 55')

Erstellt: 30-11-09
Letzte Änderung: 04-02-11