18/01/07
Biographie
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Audrey Hepburn (1929-1993): La vie d’un ange
Audrey Hepburn durfte eigentlich mit einer ungestörten Kindheit in Brüssel rechnen, mit dem berühmten goldenen Löffel, der Vater Bankier, die Mutter eine Adelige aus Holland. Doch sehr früh kippt ihr Leben ins unvorhersehbare Chaos, das Spuren hinterlässt bis zu ihrem Tod. 1934, Audrey ist damals fünf, wird sie nach England in Pensionat verschickt, ihr Vater macht sich aus dem Staub. Als sie neun ist, lassen sich die Eltern scheiden, wenig später bricht in Europa der Krieg aus. Das Mädchen kommt nun nach Holland und klammert sich an ihre große Leidenschaft, das Ballett, um Hunger, Angst, Ausschreitungen und Gewalt zu vergessen, die ihren Alltag durcheinander bringen. Drei Jahre nach Ende des Krieges fährt sie mit ihrer Mutter nach London, wo sie auf eine Karriere als Tänzerin hofft. Für den Lebensunterhalt wird sie Mannequin, arbeitet ohne Unterlass und spricht vor für Rollen in Musicalproduktionen – mit Erfolg. Die große Colette selbst wählt sie aus, um am Broadway Gigi zu spielen, und sie bekommt auch ihre erste große Filmrolle: die Prinzessin in «Ein Herz und eine Krone» von William Wyler. Es wird ein Welterfolg. A star is born. Es folgen ungezählte Meisterwerke: «Sabrina», «Krieg und Frieden», «Ein süßer Fratz (Funny Face)», «Ariane – Liebe am Nachmittag», «Denen man nicht vergibt», « Frühstück bei Tiffany», «Zusammen in Paris», «My Fair Lady», «Charade», «Warte bis es dunkel ist», «Robin und Marian». 1954 heiratet sie den Schauspieler Mel Ferrer. Aus der Ehe entstammt ein Sohn, doch trotz Leidenschaft auf beiden Seiten ist die Verbindung schwierig: ihre jeweiligen Karrieren führen sie auseinander, und nach mehreren Fehlgeburten leidet Audrey Hepburn unter schweren Depressionen. Sie heiratet 1969 einen italienischen Psychiater, von dem sie 1980 wieder geschieden wird, 1970 wird ein zweiter Sohn geboren. Nachdem sie an der Seite des Schauspielers Robert Wolders endlich ihr Glück gefunden hat, widmet sie die letzten Jahre ihres Lebens als Unicef-Botschafterin wohltätigen Zwecken. Im Januar 1993 stirbt sie an Krebs. Am Tag ihres Todes sagte Elizabeth Taylor: «Ein Engel ist davongeflogen ».
Delphine Valloire
Erstellt: 21-11-05
Letzte Änderung: 18-01-07