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Am 17. März 2011 feiert Siegfried Lenz seinen 85. Geburtstag: ARTE gratuliert mit einem Schwerpunkt. Kommen Sie mit auf Entdeckungstour!

> Weltempfänger > Weltempfänger - Nr. 7

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Buch- und KrimiWelt. Das Literaturmagazin bei ARTE Online - 31/05/11

Bestenliste "Weltempfänger" Juni 2010

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Unbekannte Stimmen hörbar zu machen und Nebenwege durch die Überfülle der Neuerscheinungen zu erschließen, hat sich „Weltempfänger“ zur Aufgabe gesetzt. Auf der Grundlage der Arbeit der Litprom (Gesellschaft zur Förderung von Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e. V.) nimmt diese alternative Bestenliste all jenes wahr, was nicht im eigenen Garten wächst und geläufig ist. Sie erscheint viermal im Jahr.

Die Jury
What's new? Ilja Trojanow stellt den "Weltempfänger" vor



Rang
_____
Titel
______________________________________________________________

1





Paco Ignacio Taibo II: Der Schatten des Schattens [Mexiko]

Aus dem Spanischen von Harry Stürmer. Verlag Assoziation A

Ein politischer Abenteuerroman, ein Kriminalroman aus Mexico City, ein komischer "Historischer Roman" aus den 1920er Jahren, als die Colts noch locker saßen und die Revolution noch nachgärte. Rasant geschnitten, intelligent verzahnt, klug komponiert und ganz und gar leichtfüßig inszeniert. Kriminalliteratur, comme il faut. Ein Klassiker aus dem Jahr 1986, jetzt endlich auf Deutsch! (Thomas Wörtche)

>> Lesen Sie hier unsere Rezension

2

Nadeem Aslam: Das Haus der Fünf Sinne [Pakistan]

Aus dem Englischen von Bernhard Robben. Rowohlt Verlag

Personen unterschiedlichster Kulturen und Ideologien treffen aufeinander, deren Leben mit der Geschichte Afghanistans traumatisch verwoben ist. So undurchsichtig dieses Beziehungsgeflecht erscheint, seinen Protagonisten haftet nichts Konstruiertes an: Sie sind menschlich, also voller Widersprüche. Eine Gesellschaft erwacht aus einem Alptraum mit Momenten von Schönheit und Glück, ohne jeden Grund zur Hoffnung. (Andreas Fanizadeh)

3

Edouard Glissant: Das magnetische Land.Die Irrfahrt der Osterinsel Rapa Nui [Martinique]

Aus dem Französischen von Beate Thil. Verlag Das Wunderhorn

Eine Expedition auf die Osterinsel Rapa Nui hat Sylvie Sema unternommen, ihr Mann, der Philosoph, Dichter und Ethnologe Edouard Glissant führt ihre Notizen mit seinen Kommentaren und Recherchen zusammen. Erzählt von Mythen, vom Ursprung der Besiedlung und der Kolonialgeschichte, von Alltagsleben, Kulturverfall und Zerstörung des Ökosystems. Ein kunstvolles Porträt. (Christina Pfoser)

4

Lebogang Mashile: Töchter von Morgen. Gedichte [Südafrika]

Aus dem Englischen von Arne Rautenberg. Verlag Das Wunderhorn

Eine schön gestaltete zweisprachige Ausgabe (samt CD) einer vielseitigen Dichterin, die tänzelt wie einst Muhammad Ali. Die Gedichte reichen von einfachen Liedern über gerapte Tiraden bis hin zu komplexen politisch-historischen Reflexionen. (Ilija Trojanow)

>> Lesen Sie hier ein Interview mit der Dichterin Lebogang Mashile: "Aus dem Nichts heraus"

5

Gabriel Vásquez: Die Informanten [Kolumbien]

Aus dem Spanischen von Susanne Lange. Schöffling Verlag

Ein junger Historiker schreibt ein Buch, und danach ist nichts mehr, wie es war. Denn in der wichtigsten Zeitung des Landes erscheint ein entsetzlicher Verriss, verfasst vom Vater des Autors. Vásquez blättert in seinem kompositorisch raffinierten Roman ein düsteres Kapitel der kolumbianischen Geschichte auf und verwebt die Gegenwart mit der Zeit des Zweiten Weltkrieges – einer Ära von Verrat, Schuld, Versagen. (Karl-Markus Gauß)

6

Samanta Schweblin: Die Wahrheit über die Zukunft [Argentinien]

Aus dem Spanischen von Angelica Ammar. Suhrkamp Verlag

Die Geschichten in diesem Band sind grotesk aufbereitet, muten fantastisch an, sind zutiefst verstörend und entwickeln beim Lesen einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann – erzählen sie doch eigentlich nur vom Alltag, dessen Abgründen allerdings, die wir alle kennen. (Anita Djafari)

>> Lesen Sie hier unsere Rezension

7

Ariel Magnus: Ein Chinese auf dem Fahrrad [Argentinien]

Aus dem Spanischen von Silke Kleemann. Verlag Kiepenheuer & Witsch

Hat der Chinese Li wirklich all die Waschsalons in Buenos Aires angezündet? Verurteilt wird er jedenfalls ohne stichhaltige Beweise. Nach der Urteilsverkündung nimmt er deshalb den Erzähler als Geisel und verschleppt ihn tief ins Chinesenviertel von Buenos Aires. Dort lernt dieser eine seltsame Welt kennen – und die schöne Yintai lieben. Ein in Pirouetten erzählter, hochkomischer Roman, der Chinesen wie Argentinier auf die Schippe nimmt. (Katharina Borchardt)




Die Jury: Ilija Trojanow (Vorsitz), Katharina Borchardt, Anita Djafari, Andreas Fanizadeh, Karl-Markus Gauß, Kristina Pfoser, Arno Widmann, Thomas Wörtche und Cornelia Zetzsche.

In Kooperation mit litprom - Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.

>>> Weltempfänger-Bestenliste März 2010

>>> Weltempfänger-Bestenliste September 2009

>>> Weltempfänger-Bestenliste Dezember 2009

>>> Weltempfänger-Bestenliste März 2010


Erstellt: 26-02-10
Letzte Änderung: 31-05-11