Charles Mingus Sextet with Eric Dolphy - “Cornell 1964”Die Jazzsensation des Jahres 2007, ist die Entdeckung der Live-Aufnahme des Charles Mingus Sextett aus dem Jahre 1964. Es ist eine der letzten Aufnahmen mit dem genialen Saxofonisten, Klarinettisten und Flötisten Eric Dolphy, der noch im Jahr der Aufnahme tragisch verstorben ist. Neben Kompositionen von Fats Waller und Duke Ellington interpretiert das Sextett vornehmlich Songs von Mingus. Besonders hervorgehoben seien hier die beiden fast 30minütigen Interpretationen von „Fables Of Faubus“ und „Meditations“, in denen die Musiker unzählige Rhythmen- und Stilwechsel vollführen, die ganz dem temperamentvollen Charakter von Charles Mingus entsprechen.
Da swingt der ChristbaumschmuckBalkan-Brass
Fanfare Ciocarlia - „Queens And Kings”Für ihr fünftes Album hat die Fanfare Ciocarlia die besten Gypsy-Musiker aus der ganzen Welt eingeladen. „Queens And Kings“ präsentiert dem Hörer eine brodelnde Mixtur aus treibenden Rhythmen und wehmütigem Gesang, aus Melodien des Balkans, Indiens und Spaniens. Dabei strotzt das bis auf 20 Musiker aufgestockte Orchester vor mitreißender Energie, der sich niemand entziehen kann. Denn die Gastsänger und –musiker aus Serbien, Mazedonien, Bulgarien, Bosnien, Rumänien, Ungarn und Frankreich feiern gemeinsam mit der Fanfare Ciocarlia ein Fest der Gypsy-Musik, wie es berauschender nicht sein könnte.
Schluss mit Stille NachtFree-Jazz
Fred Anderson & Hamid Drake - “From The River To The Ocean”Fred Anderson und Hamid Drake machen sich mit ihrem Quintett auf eine Reise in die transzendentalen Jazz-Gefilden eines John Coltrane, Don Cherry und Malachi Thompson. So tauscht der Percussionvirtuose Drake sein Schlagzeugset gegen eine einfache afrikanische Trommel ein, singt auf arabisch und der Bassist Josh Abrams spielt die traditionelle Guimbri, eine dreiseitige Basslaute aus Marokko. „From The River To The Ocean“ ist kein rückwärtsgewandtes Jazz-Album, das sich allein auf die Suche nach den musikalischen Wurzeln macht. Im Gegenteil, es zeigt die Reichhaltigkeit des Jazz auf und sein musikalisches Potenzial, das noch immer in ihm schlummert.
Für ein transzendentales WeihnachtsfestBolero
V.A. - „Mexican Boleros. Songs Of Heartbreaking, Passion And Pain 1927-1957.”Wer sich mit den Protagonisten des schwülstigen mexikanischen Musikstils befasst, taucht ein in eine Welt halbseidener Gestalten, leichter Mädchen und verruchter Etablissements. Seinen Durchbruch feiert der Bolero 1927 in Mexiko und seine bittersüßen Melodien werden zum Soundtrack der Nacht, der Bars, der Bordelle und der Animiersalons. Und seine Verruchtheit und sexuelle Aufladung sorgt für große Beliebtheit quer durch alle soziale Schichten. Bolero, die schönste und zugleich abgründigste Herzschmerzmusik Lateinamerikas.
Sex, Drugs und Bolero unterm WeihnachtsbaumJazz
[em] - Wollny, Kruse, Schaefer - „[em] II“Der Pianist Michael Wollny, die Bassistin Eva Kruse und der Schlagzeuger Eric Schaefer sind [em], eines der spannendsten deutschen Jazz-Trios. Das Repertoire des Musikerkollektivs besteht aus einer ausgewogenen Auswahl von Kompositionen aller Mitglieder, bei denen es keine feste Rollen in Bezug auf Begleiter und Solist gibt. Kreativ jonglieren die Musiker auf ihrem zweiten Album mit den musikalischen Möglichkeiten einer Triobesetzung und tradierten Musikgenres, die sie mit ergreifender Spielfreude und kraftvoller Impulsivität einzigartig zu bereichern wissen.
Für Jazzhungrige, die aktuell bleiben wollenMatthias Schneider
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