Café HawelkaIm 1. Wiener Bezirk stellt das Café eines der letzten der großen zentraleuropäischen Tradition entsprechenden Literaten- und Künstlerkaffeehäuser dar. Es wird von Leopold Hawelka und seiner Frau Josefine immer noch so geführt wie vor 60 Jahren, als sie eröffneten. Drei Generationen von Hawelkas arbeiten jetzt im Kaffeehaus. Künstler entdeckten immer wieder das Hawelka: Friedensreich Hundertwasser, Ernst Fuchs, Helmut Qualtinger und Oskar Werner, der Dirigent Nikolaus Harnoncourt, der Sänger Georg Danzer und auch André Heller zählten und zählen zu den Stammgästen.
Café Hawelka, Dorotheergasse 6, Wien
Café de Flore
Es war Stammlokal für viele berühmte Schriftsteller und Künstler wie Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir, Alberto Giacometti, Antoine de Saint-Exupéry, Ernest Hemingway und Picasso. Um 1890 eröffnet, stammt die jetzige Einrichtung noch größtenteils aus den Jahren 1924-26. Insider setzen sich übrigens nie auf die Terrasse, sondern immer in das diskrete erste Stockwerk.
Café de Flore, Boulevard Saint-Germain 172/ 6. Arrondissement, Paris
Café Sprüngli
Seit 160 Jahren an der Zürcher Bahnhofstrasse, verlockt die bekannteste Schweizer Confiserie Sprüngli unter anderem mit "Luxemburgerli", süßen schaumgefüllten Makronen. Biedermeierstühle und Windsorsessel bieten eine unaufdringliche, aber glanzvolle Eleganz.
Café Sprüngli, Bahnhofstrasse 21 / Am Paradeplatz, Zürich
Caffè Florian
Für alle Hightech-Casanovas mit Sehnsucht nach antiken Liebeskünsten ist das Caffè Florian in Venedig genau das Richtige. Denn schon Verführer und Herzensbrecher Giaccomo Casanova umgarnte an der historischen Stätte schöne Damen. Übrigens: Der Kaffee wird heute noch genauso gebraut wie zu Casanovas Zeiten.
Caffè Florian, Piazza San Marco 56, 30124 Venezia
Café Nouveau Obecni Dum
Das Jugendstil-Café im Erdgeschoss des Obecni Dum (Repräsentationshaus) neben dem Prager Pulverturm ist ein absolutes Schmuckstück. An Innenausstattung ist im Gebäude des ehemaligen Rathauses von 1912 nicht gespart worden: Marmorbrunnen, Skulpturen und Wandgemälde sind von opulenter Pracht. Zu den weiteren Einrichtungen des Hauses gehören Museen, diverse Lokale und der "Smetana-Saal", eine Konzerthalle, in der am 28. Oktober 1918 die Unabhängigkeit proklamiert und die ersten tschechischen Gesetze verabschiedet wurden.
Café Nouveau Obecni Dum, Namesti Republiky 5, Prag
Café Greco
Das geschichtsträchtigste Kaffeehaus der Stadt liegt nur einen Steinwurf entfernt von der Spanischen Treppe. Schon Goethe genoss hier 1786 auf seiner Italienreise den Kaffee. Und Wagner, Mendelssohn, Stendhal und Liszt gingen unter den belebenden Einflüssen des Kaffees hier ihrer schöpferischen Arbeit nach.
Antico Caffè Greco, Via Condotti 86, Rom
Café New York-Hungaria
Das älteste Café Budapests ist in seiner ganzen Pracht einzigartig. Die freskengeschmückten Decken, die raffinierten Kugelleuchter und die einladende Galerie spiegeln den schwülstigen Charme der Jahrhundertwende noch heute wieder. 1894 gebaut, diente es als Anlaufstelle für das intellektuelle Leben Ungarns und war eines der kulturellen Treffpunkte Europas.
Café New York-Hungaria, Lenin körút 9-11, Budapest
Café Procope
Man schrieb das Jahr 1686, als Francesco Procopio dei Coltelli, Gentleman aus Palermo, in der Rue des Fossés Saint-Germain (die heutige Rue de l'Ancienne Comédie) sein Café gründete. Die vorzüglichen Getränke und Sorbets, die Anmutigkeit des Lokals und die Nähe zur Comédie Française machten diesen Ort zum Treffpunkt von Literaten, Politikern und Schauspielern. Von La Fontaine über Voltaire, Rousseau, Beaumarchais, Balzac, Hugo und Verlaine bis hin zu Anatole France: die lange Liste illustrer Stammkunden vermengt sich mit der Geschichte.
Le Procope - 13 rue de l'Ancienne Comédie, 75006 Paris
Café Central
Das Café befindet sich in der Herrengasse 14 im Ersten Bezirk im ehemaligen Bank- und Börsengebäude, das heute nach seinem Architekten Heinrich von Ferstel, Palais Ferstel genannt wird. Das Café wurde 1860 eröffnet; im späten 19. Jahrhundert wurde es zu einem der wichtigsten Treffpunkte des geistigen Lebens in Wien. Zu den Stammgästen im Café Central gehörten u.a. Peter Altenberg, Hugo von Hofmannsthal, Anton Kuh, Adolf Loos und Alfred Polgar. Das Café schloss nach Ende des Zweiten Weltkriegs. 1975 wurde das Palais Ferstel renoviert und das Central neu eröffnet - allerdings nicht wie zuvor im Innenhof des Palais, sondern in den Räumen der ehemaligen Schalterhalle einer Bank.
Café Central, Ecke Herrengasse/Strauchgasse, A-1010 Wien
Caffè San Marco
Das Café wurde 1914 eingerichtet und war während des Ersten Weltkriegs Anlaufstelle für viele flüchtige Soldaten aus der Armee Kaiser Franz Josephs: Hier erhielten sie vom damaligen Café-Besitzer unter der Hand falsche Pässe. Heute eines der beliebtesten Kaffeehäuser in Triest, wo sich noch Intellektuelle versammeln. Berühmter Stammgast: der Schriftsteller Claudio Magris.
Antico Caffè San Marco, Via Battisti, 18, 34100 Trieste






per E-Mail verschicken
Facebook
Twitter
RSS

