Schriftgröße: + -
Home > Kultur entdecken > Tracks

Tracks

Tracks, das Magazin für Popkultur ! Themenvorschau und Archiv, Bonusmaterial und Links zu den Themen der Sendungen.

> 20050203 > Belgisches Kino

Tracks

Tracks, das Magazin für Popkultur ! Themenvorschau und Archiv, Bonusmaterial und Links zu den Themen der Sendungen.

Tracks

14.04.05 - 23.20 : tracks - 12/08/08

Belgisches Kino

In Belgien sind seit ein paar Jahren ein paar Filmemacher damit beschäftigt mit möglichst wenig Kohle, extrem schräge Filme zu drehen. Eine Ikone dieses surrealistischen Kinos ist der belgische Hauptdarsteller aus dem Kult-Streifen „Mann Beißt Hund“ von 1992: Benoit Poelvoorde. In seiner Heimat ist dieser Guru des Absurden in bester Gesellschaft. Ihm können Filme nicht hirnverbrannt genug sein.

Weitere Artikel zum Thema

Benoit Poelvoorde : "Ich verspüre tiefe Bewunderung und außerordentlichen Respekt für die wirklich kompromisslosen Exzentriker. Extravaganz ist für mich ein Synonym für Eleganz. Nur leider sind sie sehr selten, die wahren Exzentriker."

Der Dokumentarfilm mit dem Titel „Filmemacher um jeden Preis“, der zur Zeit in den französischen Kinos läuft, nimmt drei belgische Regisseure unter die Lupe. Darunter, den Ex-Maurer Jean-Jacques Rousseau, seit 30 Jahren Spezialist für kitschige Filme mit minimalistischem Budget. Sein Name wird in der Kino-Fachpresse so gut wie nie zitiert, und gerade aus dieser Anonymität zieht er seine schöpferische Kraft.

Jean-Jacques Rousseau : "Ich kann keine teuren Filme machen. Natürlich brauche ich dafür Geld, aber nur das Allernötigste. Ich kann nicht kreativ sein, wenn man es mir zu einfach macht. Manche meiner Szenen wirken etwas ungeschickt, Das Bild ist nicht immer perfekt und es kann schon mal passieren, dass die Umschnitte nicht ganz funktionieren. Das liegt aber daran, dass die Schauspieler sich ständig bewegen. "

Lichtjahre von Hollywood entfernt, haben die Filmemacher aus den Ardennen ihre ganz eigene Vision des Kinos. Finanzierung und Vertrieb gehören dabei ebenso zu ihren Aufgaben, wie die Besetzung der Rollen.
Ex-Ingenieur Marc Levie hat alles geschmissen um sich seinen Kindheitstraum zu erfüllen. Doch der eigene Film wird zum Debakel. Sein Assistent hat die Dreharbeiten in einem Making-of dokumentiert. Das Making-of trägt den Titel „Lasst die Finger vom Kino“.

Aber manchmal schaffen es die belgischen Produktionen sogar bis ins Film-Festival von Cannes. „Calvaire“ wurde in den Ardennen gedreht und ist so etwas wie ein wallonisches Remake von John Boormans Klassiker „Delivrance“. Die Story, in der ein perverser Kneipier einen jungen Sänger Kidnappt um ihn zu seiner Frau zu machen, löste in Cannes einen Skandal aus. Wurde der Streifen von Regisseur Fabrice du Welz etwa missverstanden?
.............................................

In der Reportage zu sehen
« Les Carnets de Monsieur Manatane : Le Viking »
« César Barbarius chez les Bassis-Mosans » von Jacques Hardy
« Le Goulag de la Terreur » von Jean-Jacques Rousseau
« Dossier Réincarnation » von Jean-Jacques Rousseau
« Les marcheurs de la Grande Armée » von Jean-Jacques Rousseau
« Cinéastes à tout prix » von Frédéric Sojcher
« Ne faites pas de cinéma ! » von Oren Nataf
« Calvaire » von Fabrice Du Welz

Filme
Cinéastes à tout prix
Ein Film von Frédéric Sojcher
Mit Jean-Jacques Rousseau, Max Naveaux, Jacques Hardy
>> Offizielle Homepage des Films

Ne faites pas de cinéma!
(Le dernier jour d’un tournage)
Ein Film von Oren Nataf

Links
>> Interview mit Frédéric Sojcher (auf französisch)

......................................................................
TRACKS
Donnerstag, den 14. April um 23.15 Uhr
Wiederholung am Samstag, den 16.04 um 17.50 Uhr
Redaktion: ARTE France, Program33
.......................................................................

Erstellt: 06-07-05
Letzte Änderung: 12-08-08


+ aus Kultur entdecken