Synopsis: Weil er sich bei einem Sabotageakt des örtlichen Elektrizitätswerks magnetisiert hat, löscht der trottelige Jerry (Jack Black) alle VHS-Kassetten in der Videothek seines Freundes Mike (Mos Def). Der soll für den Eigentümer auf den Laden aufpassen. Um den Laden am Laufen zu halten und weil alle anderen Videotheken schon auf DVD umgestellt haben, drehen die beiden Freunde trashige Kurz-Remakes der beschädigten VHS-Filme. Die Nachbarschaft steht auf den Schund, und auf einmal ist die Videothek Tag und Nacht brechend voll.
Im Gespräch mit Regisseur Michel Gondry
Kritik: Einst drehte der französische Selfmademann ganz wunderbare Videos für Musikikonen wie Björk, The Chemical Brothers, Massive Attack, Daft Punk und viele mehr. Das waren schöne Zeiten. Dann traf er das schreibende Genie Charlie Kaufman und realisierte mit ihm die beiden Filme THE HUMAN NATURE und VERGISS MEIN NICHT! (der den sehr guten Originaltitel ETERNAL SUNSHINE OF THE SPOTLESS MIND trägt). Seit zwei Filmen versucht sich Michel Gondry nun auch als Drehbuchautor - mit mäßigem Erfolg. Seine romantische Komödie THE SCIENCE OF SLEEP, mit der er vor zwei Jahren ebenfalls im Wettbewerb (außer Konkurrenz) vertreten war, war ja noch niedlich versponnen. BE KIND REWIND dagegen wird schnell langweilig, denn die Idee verbraucht sich nach kurzer Zeit und wiederholt sich dann nur. Die beiden Freunde Jerry und Mike spielen auf billigste Weise Filme nach und nennen das "sweden". Warum das so heißt, weiß keiner, auch Michel Gondry nicht. Ist auch egal, aber trotz neuem Begriff ist die Idee schon recht alt. Sie wird seit vielen Jahrzehnten von betrunkenen Menschen auf feucht-fröhlichen Parties umgesetzt. Jerry und Mike spielen GHOSTBUSTERS, RUSH HOUR 2, DRIVING MISS DAISY und weitere Top-Verleihtitel aus den 80er-Jahren nach und filmen sich dabei mit einer sehr großen, sehr alten Videokamera. Anfangs mag das ja noch ganz witzig sein, wenn Jerry in seltsamer Verkleidung mit improvisierten Geistfanggeräten durch die öffentliche Bibliothek des kleinen Städtchens torkelt, in dem die beiden wohnen. Später dann inspirieren sie die ganze Nachbarschaft zum Mitmachen. Das Haus soll gerettet werden, in dem die Videothek untergebracht ist. Ob das letztlich klappt, ist aber gar nicht mehr so wichtig. Das war auch nur eine Idee des Produzenten, die Gondry selbst gar nicht so gut fand, wie er in einem Interview erzählt. Na ja, bleibt zu hoffen, dass sich Michel Gondry doch mal wieder auf die Qualitäten von Charlie Kaufman besinnt. Zusammen waren die beiden ein hervorragendes Team.
Nana A.T. Rebhan






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